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YPOS Markets #32

 


Die vergangene Woche in Zahlen:

Die vergangene Woche an den Märkten stand ganz im Schatten des Nahost-Konflikts und verlief entsprechend durchwachsen. Der MSCI World gab rund 1% nach, die Schwellenländer litten stärker und verloren knapp 2%. Europa hielt sich vergleichsweise wacker und beendete die Woche weitgehend seitwärts. Besonders bemerkenswert war: Anleihen erfüllten ihre klassische Rolle als sicherer Hafen in diesem Umfeld nicht. Gold zeigte sich leicht positiv mit einem Plus von 1,6%.


Das Thema der Woche:

Die Nachrichtenlage der vergangenen Woche war kaum zu überbieten. Trump kündigte ein schnelles Kriegsende an und behauptete, Öltanker würden bereits wieder sicher durch die Straße von Hormus eskortiert, der entsprechende Tweet wurde kurz darauf kommentarlos gelöscht. Der Ölpreis reagierte erst mit einem starken Rückgang, bevor ein erneuter Anstieg folgte. Der Iran seinerseits bekräftigte unmissverständlich: kein Waffenstillstand, keine Ölexporte an die USA und ihre Partner, solange der Krieg andauert. Das Ergebnis ist ein Marktumfeld, das zwischen der Hoffnung auf eine schnelle Lösung und der Realität einer anhaltenden Blockade hin- und herpendelt und dabei täglich neu bewertet wird. Die Mainstream-Meinung ist ein zügiges Ende des Kriegs, ohne Flächenbrände in der Region. Das größte Risiko an den Märkten ist zurzeit, dass das Gegenteil eintritt und der Markt auf dem falschen Fuß erwischt wird.


Was bedeutet das für Anleger? Zunächst eines: Die Flucht in Cash ist historisch betrachtet selten die beste Antwort auf geopolitische Schocks. Investiert gebliebene Anleger haben Cash-Halter nach vergleichbaren Krisen im Durchschnitt deutlich übertroffen. Der Grund dafür liegt nicht nur in der Markterholung selbst, sondern auch in der Erwartung geld- und fiskalpolitischer Stützungsmaßnahmen, die in solchen Phasen häufig rasch folgen. Selbst bei Schocks mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen hat ein breit diversifiziertes Portfolio langfristig immer aufgeholt.


 

Die Handlungsempfehlung ist daher klar: Investiert bleiben. Wer jetzt in Cash flieht, realisiert Verluste und verpasst die Erholung. Wer breit diversifiziert aufgestellt ist, sollte Rücksetzer als Gelegenheit zum Rebalancing nutzen. Und wer seinen langfristigen Anlagehorizont im Blick behält, wird feststellen: Kapitalmärkte folgen Fundamentaldaten, nicht Schlagzeilen.

 

Ausblick auf die nächste Handelswoche:

Der Blick nach vorne bleibt von Unsicherheit geprägt. Mit CPI und PCE stehen in dieser Woche wichtige US-Inflationsdaten an, sie dürften vom Markt jedoch kaum beachtet werden, solange die geopolitische Nachrichtenlage dominiert. Die Berichtssaison in den USA wurde stark abgeschlossen, mit dem sechsten Quartal in Folge mit zweistelligem Gewinnwachstum. Das fundamentale Fundament der Unternehmen bleibt also solide. Geopolitik bleibt das alles dominierende Thema der kommenden Woche. Weitere Volatilität ist einzuplanen, eine verlässliche Prognose über den weiteren Verlauf des Konflikts ist kaum möglich. Entscheidend bleibt jede Entwicklung rund um die Straße von Hormus.


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Rechtliche Hinweise 


Kapitalanlagen beinhalten Risiken. Der angelegte Kapitalwert sowie die daraus erzielte Kapitalrendite unterliegen Schwankungen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Es gibt keine Garantie dafür, dass Strategien erfolgreich sind.



 
 
 

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