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YPOS Markets #31


Die vergangene Woche in Zahlen:

Es geht heiß her an den Kapitalmärkten — und das in kurzer Zeit. Der MSCI World bewegt sich seitwärts, doch unter der Oberfläche zeigt sich ein deutlich härteres Bild. Europa verliert mit -3,85% klar und auch die Schwellenländer geben mit -2,31% nach. Gold, das in der Vorwoche noch stark zulegen konnte, bewegt sich diese Woche nur moderat. Erfährt allerdings erhöhte Volatilität von Kursbewegungen i.H.v. 5%. Der große Gewinner ist der Dollar, er legt 1,7% gegen den Euro zu und spiegelt damit das Risk-Off Sentiment und die Safe-Haven-Nachfrage klar wider.


Das Thema der Woche:

Das herrschende Thema an den Märkten ist der Krieg im Nahen Osten und die resultierenden Auswirkungen auf das eigene Depot. Zu Beginn aber, was ist passiert? Die USA und Israel greifen den Iran koordiniert an. Als eine der Gegenmaßnahmen sperrt der Iran die Straße von Hormus. Das bedeutet rund 20% des weltweiten Öl-Transits sind betroffen und können derzeit nicht passieren.

Wirtschaftlich sind die Folgen eindeutig: Der Ölpreis springt in Richtung 84 USD. Die Stagflationsrisiken steigen dadurch, denn steigende Energiepreise treffen auf schwächelndes Wachstum.

Die Märkte zeigen ebenfalls ein klares Bild. Das herrschende Narrativ ist eine Risk-Off Umfeld. Es findet ein breiter Abverkauf von Risikopositionen statt, das Kapital flieht in sichere Häfen. Der Abverkauf trifft vor allem Europa und Asien stärker als die USA. Europa ist wegen seiner Energieabhängigkeit besonders verwundbar in der aktuellen Situation. Asien leidet als klassischer Risk-Off Verlierer.

Für Anleger bedeutet das weiterhin: Wer breit diversifiziert ist hat keinen Grund zur Panik. Kursrückgänge sind temporär und markieren keine strukturelle Trendwende. Anleger dürfen sich jetzt nicht von Emotionen leiten lassen, wer jetzt hastig verkauft realisiert im schlimmsten Fall Verluste. Anleger sollten stattdessen nun antizyklische Kaufchancen berücksichtigen.

 

Ausblick auf die nächste Handelswoche:

Diesen Freitag erwartet uns der Arbeitsmarktbericht aus den USA, welcher Einblicke in den Zustand der Wirtschaft gegeben wird. Die Berichtssaison in den USA ist nun zu Ende und zeigte sich wie zuletzt erneut positiv mit starken Gewinnen. Geopolitik wird in den nächsten Handelstagen sicherlich das dominierende Narrativ bleiben. Der Markt hat mit der Krise in der Golfregion eine neue negative Story gefunden. Größere Neuigkeiten dürften für erhöhte Volatilität sorgen. Es bleibt abzuwarten, ob die Flucht in Safe-Havens den „Sell-America-Trade“ zeitweise unterbricht.

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Rechtliche Hinweise 


Kapitalanlagen beinhalten Risiken. Der angelegte Kapitalwert sowie die daraus erzielte Kapitalrendite unterliegen Schwankungen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Es gibt keine Garantie dafür, dass Strategien erfolgreich sind.


 


 
 
 

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