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YPOS Markets #30

 

Die vergangene Woche in Zahlen:

Die Renditen der vergangenen Woche sprechen für sich. Es war erneut eine positive Woche an den Kapitalmärkten, trotz anhaltender geopolitischer Ereignisse. Der MSCI World gewinnt rund 1,0%. Der europäische Aktienmarkt beendet die Woche mit einem Plus von 1,3%. Gewinner auf der Aktienseite sind erneut die Schwellenländer mit einem Plus von 2,6%. Diese stehen ebenfalls seit Jahresanfang am besten da, mit einem Plus von 16,6%. Anleihen laufen seitwärts. Dafür kann Gold mit einem Plus von 5,7% erneut glänzen.

Das Thema der Woche:

Der Treiber an den Märkten war in der letzten Woche erneut Donald Trump und seine Zölle. Das US-Supreme Court kippt Trumps Globalzölle und erklärt die rechtliche Grundlage für unzulässig. Damit ist der Zollalbtraum nun endlich vorbei, oder? Nicht so ganz. Das Supreme Court hat lediglich die rechtliche Grundlage der Zölle für unzulässig erklärt und nicht die Zölle generell. Das bedeutet: Zölle, die auf anderen rechtlichen Grundlagen basieren sind weiterhin aktiv und können genutzt werden. Genau das macht Donald Trump direkt und kündigte zunächst neue Zölle in Höhe von 15% an. Zwischenzeitlich sind diese auf 10% gesunken. Das zeigt aber klar Trumps Zollarsenal mag zwar kleiner geworden sein, es ist aber nicht verschwunden.

Die Aktienmärkte reagierten auf die Entscheidung des Supreme Courts erst freudig und feierten das Urteil als Abbau von Handelsunsicherheiten und der Entschärfung einer potenziellen Inflation durch die Zölle. Schnell setzte Ernüchterung ein als klar wurde, dass neue Zölle auf einer anderen rechtlichen Grundlage kommen werden. Das bedeutet die Unsicherheit bleibt bestehen, während die Euphorie verpufft.

 

Der Goldpreis zeigte eine ähnliche Entwicklung. Gold profitierte paradoxerweise vom Urteil. Aber nicht wegen des Urteils selbst, sondern wegen der neuen Unsicherheit über Trumps Schritte. Die starke Wochenperformance von 5% spiegelt das klar wieder.

 

Für Anleger gilt daher, die Frage ist nicht „Zölle ja oder nein“ sondern vielmehr, wie viel Unsicherheit dauerhaft einzupreisen ist. Das spricht für eine breite Diversifikation in der Anlagestrategie in der auch Gold einen Platz findet.

 

Ausblick auf die nächste Handelswoche:

Der Blick auf die kommende Woche bleibt spannend. Heute Abend berichtet Nvidia, die Zahlen dürften als Stimmungstest für den gesamten KI- und Tech-Komplex dienen und erhöhte Volatilität mit sich bringen. Am Freitag folgen die PCE-Daten, der wichtigste Inflationsindikator der Fed. Sie werden entscheidend dafür sein, ob die Zinsen 2026 noch sinken. Übergeordnet bleibt die Zollentwicklung das dominierende Makrothema, neue Eskalationsstufen sind jederzeit möglich. Auch die Geopolitik behalten wir im Blick, sowohl die Ukraine-Verhandlungen als auch die Iran-Spannungen könnten die Märkte kurzfristig bewegen.


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Rechtliche Hinweise 


Kapitalanlagen beinhalten Risiken. Der angelegte Kapitalwert sowie die daraus erzielte Kapitalrendite unterliegen Schwankungen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Es gibt keine Garantie dafür, dass Strategien erfolgreich sind.


 
 
 

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