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YPOS Markets #25

YPOS Markets #25 

 




Die vergangene Woche in Zahlen: 

Viele Marktteilnehmer waren mit der Erwartung in das Jahr 2026 gestartet, dass sich das Marktumfeld ruhiger und konstruktiver entwickeln würde als im politisch und geopolitisch geprägten Jahr 2025. Diese Hoffnung wurde jedoch früh enttäuscht. Neue handelspolitische Aussagen von Donald Trump schickten die Märkte auf Talfahrt. Der MSCI World verlor in der vergangenen Woche rund 2,5 %, Europa gab um etwa 1,5 % nach. Auch die Anleihemärkte zeigten sich schwächer. Hinsichtlich der Portfoliokonstruktion ist das beachtenswert, normalerweise sollten Anleihen in Zeiten von Unsicherheit an den Aktienmärkten stabilisierend wirken. Gold hingegen konnte erneut zulegen und bestätigte seine Rolle als Absicherungsinstrument in Phasen erhöhter Unsicherheit. 


Das Thema der Woche: 

Warum reagieren die Märkte so empfindlich? 

Ein wesentlicher Faktor ist die optimistische Positionierung vieler Investoren zu Jahresbeginn. Umfragen unter institutionellen Anlegern zeigen historisch niedrige Cashquoten und eine sehr hohe Risikobereitschaft. Viele Portfolios waren bereits voll investiert und nur unzureichend abgesichert. In einem solchen Umfeld reichen politische Impulse aus, um stärkere Marktbewegungen auszulösen. 

 

Genau hier setzt die aktuelle Zollpolitik an. Die Ankündigung neuer US-Zölle gegenüber Europa trifft auf ein Marktumfeld, das laut Investoren selbst Geopolitik und Handelspolitik als größtes Tail-Risiko identifiziert. Die Kombination aus hoher Positionierung und politischer Unsicherheit erhöht die Anfälligkeit der Märkte deutlich. 


Konkrete Handelsideen: 

Ein erster Ansatz ist eine Short-Positionierung im US-Dollar. Steigende handelspolitische Spannungen erhöhen die Unsicherheit für US-Unternehmen und können mittelfristig Druck auf den Dollar ausüben. Eine geringere USD-Exposure oder taktische Short-Positionen können daher zur Stabilisierung des Portfolios beitragen. 

Zweitens bietet sich eine Rotation innerhalb des Aktienportfolios an. Statt pauschal Aktienrisiko zu reduzieren, kann eine Umschichtung weg von hoch bewerteten, zyklischen oder KI-lastigen Titeln hin zu defensiven Sektoren wie Gesundheitswesen, Versorgern oder Basiskonsum sinnvoll sein.  

Drittens gewinnen Absicherungsstrategien jenseits von Gold an Bedeutung. Der gezielte Einsatz von Protective Puts auf breite Indizes oder klar definierte Risikobudgets kann helfen, stärkere Rückschläge abzufedern, ohne vollständig aus dem Markt auszusteigen.  

 

Ausblick auf die nächste Handelswoche: 

In der kommenden Woche richtet sich der Blick verstärkt auf makroökonomische Impulse. Mit den US-PCE-Inflationsdaten steht das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank an, das Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs liefern dürfte. Zusätzlich rückt die Berichtssaison weiter in den Fokus. Zwar stehen noch nicht die ganz großen Schwergewichte an, doch die veröffentlichten Zahlen könnten erste Hinweise darauf geben, ob sich das Gewinnwachstum breiter über den Markt verteilt. Politisch bleibt das Umfeld angespannt – und damit auch die Frage, welche Impulse sich in den kommenden Wochen durchsetzen werden. 


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Rechtliche Hinweise 


Kapitalanlagen beinhalten Risiken. Der angelegte Kapitalwert sowie die daraus erzielte Kapitalrendite unterliegen Schwankungen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Es gibt keine Garantie dafür, dass Strategien erfolgreich sind.


 
 
 

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