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Inflationscheck

Finanzielle Repression und Vermögenspreisboom

By Alle Publikationen, Inflationscheck No Comments

Die offizielle Inflationsrate in Deutschland beträgt 3,9 Prozent. Gleichzeitig rentieren fünfjährige deutsche Bundesanleihen mit minus 0,75 Prozent pro Jahr. Im Ergebnis ergibt sich ein negativer Realzins von 4,65 Prozent. Selbst mit Unternehmensanleihen guter Qualität lässt sich vom aktuellen Niveau keine Rendite erreichen, die den Kaufkraftverlust auf unter drei Prozent reduziert. Die finanzielle Repression hat erhebliche Ausmaße angenommen.  

Inflationscheck zeigt extreme Situation

Die Grafik zeigt die offizielle Inflationsrate (horizontale Linie in rot) und die Renditen verschiedener Segmente aus dem Bereich der verzinslichen Wertpapiere (blaue Balken).

Selbst mit Hochzinsanleihen (=höhere Bonitätsrisiken) ist kein Erhalt der Kaufkraft möglich. Diese Situation stellt private und professionelle Anleger vor sehr große Herausforderungen.

Vermögende Haushalte können Inflation kompensieren

In den Diskussionen über die Gründe und Konsequenzen einer erhöhten Inflationsrate wird häufig übersehen, dass in der individuellen Betrachtung zwei Ebenen zu unterscheiden sind. Einerseits die Ebene der Liquidität, andererseits die Ebene des Vermögens. Anhand eines stark simplifizierten Beispiels eines Haushalts mit jährlichen Konsumausgaben von 100.000 Euro und einem Nettovermögen von 1 Million Euro (zusätzlich zur selbstgenutzten Immobilie) wird dies schnell deutlich:

Auf der Liquiditätsebene haben sich die Konsumausgaben im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3.900 Euro erhöht (Inflationsrate 3,9 Prozent). Im gleichen Zeitraum sind die Preise für Immobilien und Aktien zweistellig gestiegen. Unterstellt man einen Preisanstieg der Vermögenswerte in Höhe von 10 Prozent auf das Ausgangsvermögen von 1 Million Euro, dann erhöht sich das Vermögen um 100.000 Euro. Selbst bei einer vollständigen Realisierung der Gewinne und einer fiktiven Steuerbelastung von 30 Prozent verbleiben 70.000 Euro.

Setzt man die Mehrbelastung auf der Konsumebene in Relation zu dem Gewinn auf der Vermögensebene, dann beträgt der Anstieg der Inflation gerade einmal 5,6 Prozent (3900 Euro / 70.000 Euro) der Vermögensmehrung. Anders formuliert ist der Vermögenseffekt knapp 18 mal so hoch wie die erhöhten Konsumausgaben.

Natürlich ist es in der Realität komplizierter

Der betrachtete Zeitraum ist ideal für diese modellhafte Betrachtung. In der Realität sollte jedoch nie nur ein Jahr betrachtet werden. Schließlich gehören zu den genannten Renditen auch starke Preisrückgänge infolge des „Corona Crashs“ im Frühjahr 2020.

Zudem ist der Liquiditätsbedarf auch nicht statisch. Grundsätzlich wirken eine Vielzahl von Einflussfaktoren auf die Liquiditäts- und Vermögenssituation einer vermögenden Familie. Diese können nicht in eindimensionalen Betrachtungen und isolierten Zeiträumen dargestellt werden.

Die Komplexität ist bereits heute hoch und wird weiter zunehmen. Schließlich lassen steigende steuerliche Belastungen für vermögende Haushalte den Bedarf zur intelligenten Verteilung von Vermögenswerten innerhalb der Familie weiter ansteigen. Da hierbei viele Instrumente aus der vorweggenommenen Erbfolge zum Einsatz kommen (Familiengesellschaft, Familienstiftung, Lebensversicherungen) sind verschiedene Szenarien quantitativ und qualitativ zu analysieren und im Vorhinein planerisch über beide Ebenen abzubilden.

Eine verknüpfte Betrachtung von Liquiditäts- und Vermögensebene ist daher nicht nur sinnvoll, sondern Basis jeder Entscheidung. Dies kann im Rahmen einer Finanzplanung abgebildet werden. Die Grafik zeigt die beispielhafte Betrachtung der liquiden Ebene.

Professionalisieren Sie Ihre finanziellen Entscheidungen

Die erlebten positiven Entwicklungen bei Immobilien und Aktien sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die langfristige Sicherung des eigenen Lebensstandards und der Erhalt des Familienvermögens in der generationsübergreifenden Betrachtung vor sehr großen Herausforderungen stehen.

Negativzinsen, hohe Bewertungen von Vermögenswerten und steigende steuerliche und politische Belastungen sind eine sehr unangenehme Mischung. Die Herausforderungen sollten keinesfalls zu überstürzten oder gar zu emotionalen Entscheidungen führen. Vielmehr sollten sie als Ansporn verstanden werden, um die Professionalität in finanziellen, steuerlichen und rechtlichen Aspekten deutlich zu erhöhen.

Italien 0,9 Prozent, Deutschland 3,1 Prozent – Unterschiedliche Inflationsraten bergen Konfliktpotential

By Alle Publikationen, Inflationscheck No Comments

Nach Lesart des statistischen Bundesamtes sind die Konsumentenpreise in Deutschland im Juli 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,8 Prozent gestiegen. Aufgrund von temporären Effekten halten Fachleute der Deutschen Bundesbank eine vorübergehende Inflationsrate in Richtung 5 Prozent in Deutschland für möglich. Zudem bergen die unterschiedlichen Inflationsraten in den Mitgliedsländern der Eurozone erhebliches Konfliktpotential zwischen den Ländern und die gesamte Geldpolitik.

Inflation in der Eurozone

Für die gesamte Eurozone ist ein Anstieg der Verbraucherpreise von 2,2 Prozent gemeldet worden. Die Kerninflationsrate hat nachgegeben und beträgt 0,7 Prozent.

Als ein Indikator (aktuell gibt es viele) für weiter steigende Konsumentenpreise könnten die letzten Erzeugerpreise für die Eurozone (Juni 2021) herangeführt werden. Diese zeigen einen Anstieg von 10,25 Prozent zum Vorjahr.

Unterschiedliche Inflationsraten bergen Konfliktpotential

Vergleicht man die harmonisierten Verbraucherpreise für die Eurozone, Deutschland und Italien dann fallen deutliche Divergenzen ins Auge. Italien liegt bei 0,9 Prozent, Deutschland bei 3,1 Prozent und die Eurozone bei 2,2 Prozent.

Insbesondere das „Nord-Süd“ Gefälle (bspw. Deutschland vs. Italien) hat das Potential alter Debatten („Weintrinker vs. Biertrinker-Länder“) aus der Euro- und Staatschuldenkrise wieder aufleben zu lassen. Insbesondere die schwierige Vereinbarkeit einer einheitlichen Geldpolitik für unterschiedlich leistungsstarke Volkswirtschaften wird im Fokus der Diskussion stehen.

Im Angesicht der aktuell großen Beachtung des Themas Inflation in den Medien und der breiten Öffentlichkeit könnte der innenpolitische Druck in den leistungsstarken Ländern diesmal noch deutlich höher ausfallen als in der Vergangenheit. Schließlich sind, insbesondere in Deutschland, die Vermögenspositionen der privaten Haushalte in produktiven Sachwerten (Immobilien und Aktien) deutlich geringer als bspw. in Italien.

Die deutschen Haushalte sind in dieser Perspektive, rein vermögenspolitisch betrachtet, also doppelt getroffen: Sie haben hohe Geldwerte (keine Chance auf Inflationsausgleich) und müssen höhere Inflationsraten verkraften.

Diskussionen sind für Anleger irrelevant, finanzielle Repression offensichtlich

Allgemein lässt sich sagen, dass die Inflationsdebatte hitzig geführt und nahezu jede frisch veröffentlichte volkswirtschaftliche Kennzahl genau beobachtet und interpretiert wird. Ob damit die Prognosegüte steigt bleibt offen.

Während der zukünftige Inflationsverlauf mit sehr viele Unklarheiten behaftet ist, stellt sich die Lage für Anleger deutlich einfacher dar: finanzielle Repression bleibt das dominante Thema. Der Anstieg der Immobilienpreise und die massiven Zuflüsse in Investmentfonds sind deutliche Symptome des Anlagenotstands.    

Der aktuelle YPOS Inflationsscheck zeigt sehr deutlich, warum Aktien, Private Equity und Immobilien weiterhin eine hohe Nachfrage verspüren dürften.

Global diversifizierte Sachwerte als Lösung?

Für die aggregierte Gruppe der privaten Haushalte in Deutschland ist die Richtung eindeutig: Geldwerte runter, Sachwerte rauf. In der Einzelfallbetrachtung eines Anlegers ist es deutlich komplizierter. Jeder hat eine unterschiedliche Ausgangssituation (Familienstand, Einkommen, Vermögen, Steuern) und Lebensplanung. Selbst die Umsetzung einer „einfachen“ aktienorientierten Anlagestrategie mit Indexfonds ist heute mit Herausforderungen verbunden. Schließlich ist die Risikostreuung im globalen Aktienmarkt historisch niedrig.

Sowohl durch individuelle persönliche Rahmenbedingungen, als auch durch allgemeine Herausforderungen (wie reagiert man auf mangelnde Diversifikation?) ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an die Vermögensstruktur und die Anlagestrategie.

Gerne stehen wir Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung.

YPOS Inflationscheck zeigt finanzielle Repression

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Nach Lesart des statistischen Bundesamtes sind die Konsumentenpreise in Deutschland im Mai 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 Prozent gestiegen. Mit Kontoguthaben und festverzinslichen Wertpapieren ist rechnerisch kein Erhalt der Kaufkraft möglich.

Festverzinsliche Vermögensklassen mit sicherem Kaufkraftverlust

Der Inflationscheck zeigt, dass auch die Prämien für Übernahme von Laufzeit- und Kreditrisiken bei Anleihen nicht ausreichen, um eine Ertragserwartung oberhalb der aktuellen Inflationsrate zu erzielen.

Zukünftige Inflationsentwicklung bleibt unsicher

Nach wie vor sind sich die Volkswirte uneinig darüber, ob die Inflationsrate nur temporär überschießt, oder sich ein strukturell höheres Inflationsregime etabliert. Zum Teil wird auch die Meinung vertreten, dass sich zunächst ein temporärer „Inflationsbuckel“ (begründet durch aufgestaute Nachfrage) bildet und die Inflation danach fällt (Normalisierung des Wirtschaftslebens), aber dann dauerhaft oberhalb des seit der globalen Finanzkrise erlebten Niveaus verbleit. Aktuell zeigen weder marktbasierte Inflationsswaps noch langfristige Inflationserwartungen ein nachhaltig höheres Inflationsregime an.

Ob die Marktteilnehmer mit dieser Erwartung richtig liegen, oder die niedrigen Werte der vergangenen Jahre einen irreführenden Inflationsanker gesetzt haben, wird die Zukunft zeigen.

Konsequenzen für Anleger

Im Ergebnis führen negative Zinsen bei Kontoguthaben (Verwahrentgelt) und steigende Inflationsraten zu einem negativen Realzins. Der Anlagenotstand verschärft sich damit weiter. Das Potential für finanzielle Fehlentscheidungen bleibt auf hohem Niveau. Anleger und deren Berater müssen sich fragen, wie sie die weitere Entwicklung einschätzen und welche Konsequenzen dies für die Anlagestrategie und die verwendeten Finanzprodukte hat.         

Gerne unterstützen wir Sie in der Entwicklung einer passenden Anlagestrategie.

YPOS Inflationscheck zeigt finanzielle Repression

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Nach Lesart des statistischen Bundesamtes sind die Konsumentenpreise in Deutschland im Mai 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 Prozent gestiegen. Mit Kontoguthaben und festverzinslichen Wertpapieren ist rechnerisch kein Erhalt der Kaufkraft möglich.

Festverzinsliche Vermögensklassen mit sicherem Kaufkraftverlust

Der Inflationscheck zeigt, dass auch die Prämien für Übernahme von Laufzeit- und Kreditrisiken bei Anleihen nicht ausreichen, um eine Ertragserwartung oberhalb der aktuellen Inflationsrate zu erzielen.

Zukünftige Inflationsentwicklung bleibt unsicher

Nach wie vor sind sich die Volkswirte uneinig darüber, ob die Inflationsrate nur temporär überschießt, oder sich ein strukturell höheres Inflationsregime etabliert. Zum Teil wird auch die Meinung vertreten, dass sich zunächst ein temporärer „Inflationsbuckel“ (begründet durch aufgestaute Nachfrage) bildet und die Inflation danach fällt (Normalisierung des Wirtschaftslebens), aber dann dauerhaft oberhalb des seit der globalen Finanzkrise erlebten Niveaus verbleit. Aktuell zeigen weder marktbasierte Inflationsswaps noch langfristige Inflationserwartungen ein nachhaltig höheres Inflationsregime an.

Ob die Marktteilnehmer mit dieser Erwartung richtig liegen, oder die niedrigen Werte der vergangenen Jahre einen irreführenden Inflationsanker gesetzt haben, wird die Zukunft zeigen.

Konsequenzen für Anleger

Im Ergebnis führen negative Zinsen bei Kontoguthaben (Verwahrentgelt) und steigende Inflationsraten zu einem negativen Realzins. Der Anlagenotstand verschärft sich damit weiter. Das Potential für finanzielle Fehlentscheidungen bleibt auf hohem Niveau. Anleger und deren Berater müssen sich fragen, wie sie die weitere Entwicklung einschätzen und welche Konsequenzen dies für die Anlagestrategie und die verwendeten Finanzprodukte hat.         

Gerne unterstützen wir Sie in der Entwicklung einer passenden Anlagestrategie.

Inflationsrate bei 2 Prozent – Tendenz steigend

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Nach Lesart des statistischen Bundesamtes sind die Konsumentenpreise in Deutschland im April 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2 Prozent gestiegen. Im Vormonat lag dieser Wert bei 1,7 Prozent. Es ist allgemeiner Konsens, dass die Inflationsraten vorerst weiter steigen werden. Die Gründe liegen auf der Hand.

Inflationscheck zeigt finanzielle Repression

Für Anleger wird der Handlungsdruck immer größer. Verwahrgebühren sind bereits isoliert betrachtet sehr ärgerlich. In der Kombination mit steigenden Inflationsraten und dem zu erwarteten großem Presseecho zu dem rechnerischen Kaufkraftverlust entsteht ein Gemisch für finanzielle Fehlentscheidungen.

Dementsprechend ist eine höhere Sorgfalt bei der Herleitung und Umsetzung der Anlagestrategie notwendig.

Steigende Preise wohin man schaut

Die Rohstoffpreise zeigen eine deutliche Aufwärtsdynamik.

In der Kombination von Lieferengpässen und höheren Transportkosten sind steigende Produzentenpreise nicht überraschend. Doch nicht nur im produzierenden Bereich sind die Unternehmen mit steigenden Preisen konfrontiert. Auch im US-Dienstleistungssektor erwarten die Unternehmen steigende Preise.

Dies sind offensichtliche Anzeichen für steigende Konsumentenpreise.

Die große Preisfrage

Die große Preisfrage lautet nun, ob dies ein temporäres Phänomen ist, oder sich ein dauerhaft höheres Inflationsregime etabliert. Leider kann diese Frage nicht seriös beantwortet werden. Eine stärkere Ausrichtung der Anlagestrategie auf steigende Inflationsraten ist wohl geboten.

Hierbei ist nicht nur Geld- und Wertpapiervermögen zu betrachten. Auch Lebensversicherungen und Rentenzusagen sind in die ganzheitliche Betrachtung zu integrieren.

USA als Blaupause für die Eurozone?

Der zeitliche Vorsprung bei der Impfkampagne, die höhere Mobilität der Gesellschaft und die stärkere wirtschaftliche Stimulation ergibt für die USA bereits Inflationserwartungen von drei Prozent.

Anleger sollten nicht nur auf die Entwicklung in Deutschland und der Eurozone zu achten. Eine globale Perspektive ist angebracht. Insbesondere da die Dynamik in den USA und Asien deutlich höher ist.

Globale Anlagestrategie als passende Antwort

Eine global diversifizierte Anlagestrategie ist die passende Antwort auf die offensichtlichen Herausforderungen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl der für Sie passenden Strategie.

YPOS Inflationscheck – Steigende Inflation verschärft Anlagenotstand

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Steigende Inflationsraten und Verwahrentgelte auf Kontoguthaben sind eine ungünstige Mischung für Anleger. Im aktuellen YPOS Inflationscheck blicken wir auf die wichtigsten Fakten.

Vermögensklassen im YPOS Inflationscheck

Negative Renditen für deutsche Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit einem ungünstigem Chance-Risiko Verhältnis erhöhen die Komplexität in der defensiven Geldanlage.

Inflationserwartungen weiter angestiegen

Nach Lesart des statistischen Bundesamtes sind die Konsumentenpreise in Deutschland im März 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent gestiegen. Im Vormonat lag dieser Wert bei 1,3 Prozent.

Die langfristigen Inflationserwartungen für die Eurozone für fünf Jahre in fünf Jahren betragen 1,55. Auch sie haben sich damit deutlich von den Tiefstwerten erholt.

Die langfristige Inflationsschätzung ist weiterhin mit massiven Unsicherheiten behaftet. Die Einschätzungen reichen von einem einmaligen und temporären Anstieg (Corona Effekte) bis hin zu einem langfristig wirkenden Regime höherer Inflationsraten (fiskalpolitische Impulse).

Herausforderungen auf jeder Ebene

Während der Inflationsausblick aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren mit deutlichen Unsicherheiten behaftet ist, bietet der Blick auf das Zins- und Renditeumfeld für im Euro agierende Anleger ein sehr klares Bild: Verwahrgebühren für Kontoguthaben werden eher zur Regel als Ausnahme zu bleiben. Mit festverzinslichen Wertpapieren ist ein Erhalt der Kaufkraft unmöglich. Auch die zinsbasierte Altersvorsorge leidet massiv und dem anhaltenden Umfeld. Die jüngsten Ereignisse um die Greensill Bank haben noch einmal deutlich gemacht, dass der Anlagenotstand ein massives Fehlerpotential bietet.

Die Inflation ist zurück – Und nun?

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Nach Lesart des statistischen Bundesamts sind die Konsumentenpreise in Deutschland im Januar 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1 Prozent gestiegen. Im Vormonat lag dieser Wert noch bei -0,3 Prozent. Die Höhe der Veränderung ist durchaus bemerkenswert.

Vermögensklassem im YPOS Inflationscheck

Die Zinsstrukturkurve deutscher Staatsanleihen zeigt selbst für dreißigjährige Laufzeiten leicht negative Renditen. Für kürzere Laufzeiten ist das Minus deutlich größer. Auch die Addition von Kreditrisikoprämien ergibt in Summe keine auskömmlichen Renditen. Bei Anleihen erscheinen daher opportunistische Strategien angebracht.

Welche Inflationserwartung hat der Kapitalmarkt?

Die langfristigen Inflationserwartungen haben sich deutlich von ihren Tiefstständen des vergangenen Frühjahrs erholt.

Für die Eurozone liegt der Wert mit 1,4 Prozent weiterhin deutlich unter der Zielgröße der Europäischen Zentralbank (EZB). Für die USA liegt die langfristige Inflationserwartung bei 2,4 Prozent. Bei einer Rendite von etwas über einem Prozent für die zehnjährige US-Staatsanleihe ist der erwartete Realzins auf dieser Basis negativ.

Im strategischen Bild begünstigt dies Sachwerte.

Ist die Markterwartung richtig?

Die Erwartungen an die Zukunft sind häufig fortgeschriebene Trends der Vergangenheit. Im Rahmen der 2008er Finanzkrise wurden die Zinsen deutlich gesenkt und die Geldpolitik war sehr expansiv. Die allgemeine Erwartung war damals, dass dies inflationär wirken müsse.

Dennoch kam es, zumindest nach der Definition der Statistikämter auf die die Notenbanken schauen, nicht zu deutlich steigenden Inflationsraten bei den Konsumentenpreisen. Daher könnte es sein, dass die allgemeine Markterwartung das zukünftige Inflationspotential diesmal unterschätzt. Für diese These spricht, dass die Staaten aktuell ebenfalls massiv stimulieren und die politische Agenda eine andere als nach der Finanzkrise ist.

Staatliche Rekordausgaben, private Vermögen auf Rekordhoch, ein deutlicher Nachholeffekt im Konsumverhalten und nachlassende politische Unsicherheiten bieten also das theoretische Fundament für eine deutliche wirtschaftliche Belebung und steigende Preise.

Denken Sie wie die Notenbank

Den Notenbanken ist klar, dass das nachhaltige Inflationsniveau schwer abzuschätzen ist. Daher haben sie vorgebaut und verbal eine Art „Inflationsguthaben“ kreiert. Das bedeutet nichts anderes, als dass temporär höhere Inflationsraten akzeptiert werden, da man den Betrachtungszeitraum verändert und die Vergangenheit einbezieht. Die kombinierte durchschnittliche Betrachtung aus Vergangenheit und Zukunft ermöglicht also einen langsamen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik. Ergänzend kommt hinzu, dass die Notenbanken tendenziell recht spät (sicherheitsorientiert) im Konjunkturzyklus reagieren und damit eher „hinter der Kurve“ sind.

Anleger können ebenfalls nicht abschätzen, ob und wann die Inflation steigt und wie lange sie auf einem erhöhten Niveau bleiben könnte. Vielleicht sehen wir auch ein langfristig anderes Regime mit strukturell höheren Inflationsraten. Wer weiß das schon?

Dementsprechend sollten Anleger es den Notenbanken gleichtun und sich für höhere Inflationsraten wappnen. Im Gegensatz zur Notenbank sollte das allerdings nicht nur auf der verbalen Ebene stattfinden, sondern echte Anpassungen in der Anlagestrategie zur Folge haben.

Der Begriff der „finanziellen Repression“ mag heute deutlich weniger in den Medien präsent sein, aber in der Lebenswirklichkeit von professionellen und privaten Anlegern ist der Zustand sehr deutlich zu spüren.

Zinsen, Inflation und Handlungsbedarf

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Was haben die Renditen von deutschen Staatsanleihen und die Inflationsrate gemeinsam? Sie sind beide negativ. Die Bundesanleihen rentieren selbst bei dreißigjähriger Laufzeit mit -0,1 Prozent pro Jahr und die Inflation liegt bei -0,2 Prozent.

YPOS-Inflationscheck zeigt extreme Situation

„Strafzinsen“ bzw. Verwahrgebühren auf Kontoguthaben werden eher zur Regel, als eine Ausnahme bleiben. Die Alternative zur Bank ist die Verwahrung durch den deutschen Staat. Die Verwahrung bei dem omnipotenten Schuldner in der Eurozone kostet 0,8 Prozent pro Jahr (fünfjährige Bundesanleihe, 30.10.2020). Im Gegenzug besteht kein Kontrahentenrisiko durch ein Bankinstitut.

Von den gezeigten Anlagemöglichkeiten im Bereich der festverzinsten Wertpapiere bieten lediglich Unternehmensanleihen geringerer Bonität eine optische ansprechende Rendite. Justiert man diese um die möglichen Risiken, dann relativiert sich die positive Perspektive womöglich sehr schnell. Daher sollten Anleger die Anleihenkomponente in Renten- und Mischfonds genau analysieren lassen.

Inflation Eurozone

Für die gesamte Eurozone zeigt sich ein vergleichbares Bild bei der Inflationsrate. Aufmerksamkeit sollte vor allem die Kerninflationsrate bekommen. Hier wird deutlich, dass die niedrige Inflationsrate eben nicht nur auf gefallene Energiepreise, sondern auch strukturelle Trends zurückzuführen sind. Die Corona bedingten Folgen haben diese massiv verschärft.

Aus der Perspektive der Europäischen Zentralbank (EZB) steht damit einer weiterhin lockeren Geldpolitik nichts im Wege. Zudem müssen die Corona bedingten Ausgabenprogramme der Staaten finanziert werden. Eine steigende Staatsverschuldung lässt rechnerisch keine relevanten Zinsanstiege zu.

Günstige Zinsen für Staaten, niedrige Renditen für Anleger

Der Blick auf die Renditen der Staatsanleihen ist erfreulich für jeden, der Kredite aufnehmen möchte. Für Anleger, die zinsorientiert anlegen möchten, ist genau das Gegenteil der Fall.

Bei einer, nach offizieller Lesart, nicht vorhandenen Inflationsrate ist dies für Anleger ohne Renditeerwartung noch erträglich. Der Handlungsdruck würde aber dann steigen, wenn die Inflationsraten spürbar steigen.

Die teilweise vorherrschende Denkweise auf dem Konto zu warten und erst dann in inflationssensible Vermögensklassen zu investieren, wenn die Inflation steigt und die Wirtschaft rosige Zukunftsperspektiven (Stichwort: Impfstoff) ist zwar angenehm, aber nicht zielführend. Vermögenspreise nehmen Entwicklungen typischerweise voraus und sind daher schwer zu timen. Es ist daher unrealistisch den Zeitpunkt einer steigender Inflation und die zeitliche Reaktion von bspw. Aktien auf Veränderungen der wirtschaftlichen Entwicklungen abzuschätzen. Daher sollten die Überlegungen zur strategischen Ausrichtung der Vermögensstrategie zeitnah angestellt und deren disziplinierte Umsetzung geplant werden.

Welche Inflation preist der Kapitalmarkt ein?

Die Inflationserwartungen bewegten sich jüngst auf ihr „vor Corona“ Niveau zu.

Eine durch weitere Lockdown Maßnahmen reduzierte wirtschaftliche Aktivität würde die Inflationserwartungen aber wohl erst einmal wieder fallen lassen. Im neuen Jahr könnte die Perspektive auf einen bzw. mehrere wirksame Impfstoffe für Optimismus und deutliche Nachholeffekte in der Wirtschaft sorgen. Daher sind Rückschläge im Winter bei den Hoffnungen auf eine Normalisierung eine gute Gelegenheit, um sich dann am Kapitalmarkt zu positionieren.

Gestiegene Geldmenge bietet Inflationspotential

Bisher hat sich der dramatische Anstieg der Geldmengenaggregate nicht in den offiziellen Inflationsraten ausgewirkt. Die gefallene Umlaufgeschwindigkeit des Geldes kann hier als ein Grund angesehen werden.

Bei einer „normalen“ wirtschaftlichen globalen Aktivität sollte sich dies jedoch ändern. Dann wären steigende Inflationsraten zu erwarten. Eine höhere Inflationsrate wäre sehr positiv für die heute zu niedrigen Zinsen fixierten langfristigen Staatsschulden.

Implikationen für Anleger

Der Zins ist der Preis des Geldes und er hat eine wichtige Lenkungsfunktion in der Volkswirtschaft. Ist er zu niedrig, dann kommt es zu Fehlallokationen von Kapital. Für Anleger gibt es heute keine einfachen Antworten. Die gesamte Anlagestrategie und die Ruhestandsplanung müssen auf den Prüfstand. Ausgewählte Fragestellungen lauten:

  • Ist eine Lebensversicherung noch eine Altersvorsorge oder nur Kapitalerhalt?
  • Warum bietet eine Mischung aus Immobilien, Gold und Anleihen nicht mehr die gleiche Risikostreuung wie vor einigen Jahren?
  • Passt das perfekte Aktiendepot der letzten zehn Jahre noch zu den aktuellen Zukunftserwartungen?
  • Wie baut man Private Equity, alternative Anleihestrategien und Infrastrukturinvestments sinnvoll in die Anlagestrategie ein?

Negative Inflation stützt Vermögenspreise

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Minus mal Minus ergibt Plus. -0,3 Prozent Inflation in der Eurozone mal -0,7 Prozent jährliche Rendite für fünfjährige deutsche Staatsanleihen ergibt einen Wohnimmobilienpreisblasenindex mit München und Frankfurt an der Weltspitze. Was bedeutet das für Anleger?

Vermögensklassen im YPOS Inflationscheck

Nach offizieller Lesart beträgt die Inflation -0,2 Prozent für Deutschland und -0,3 Prozent für die Eurozone. Die Rendite fünfjähriger deutscher Staatsanleihen liegt bei -0,72 Prozent pro Jahr.

Auf Indexbasis weisen Unternehmensanleihen positive Renditen aus. Hier ist allerdings (natürlich vor der Investition) ein detaillierter Blick auf die konkreten Kennzahlen (Bonität, Restlaufzeiten) und die Umsetzungskosten erforderlich. Zudem stellt sich die Frage des sinnvollen Anlagestils (aktiv oder passiv).

Kerninflation und Erwartungen

Bereinigt man die Inflationsrate (türkis) um schwankungsreiche Bestandteile, dann erhält man die Kerninflationsrate (dunkelblau).

Es wird deutlich, dass die Kerninflationsrate bereits seit vielen Jahren keine Bewegung nach oben zeigt. Dabei sollten die Geldpolitik (Nullzins, Verwahrgebühren) und die Anleiheaufkaufprogramme der Europäischen Zentralbank (EZB) doch eigentlich inflationär wirken.

Und nun.. Corona! Steigende Staatsverschuldung, steigende Geldmengenaggregate und eine steil ansteigende Bilanzsumme der EZB. Jetzt muss doch (endlich?) die Inflation steigen. Der Blick auf die langfristigen Inflationserwartungen (USA in türkis, Eurozone in dunkelblau) zeigt jedoch ein anderes Bild.

Inflationsangst sieht definitiv anders aus. Dies lässt zwei unterschiedliche Schlussfolgerungen zu:

  1. Nach einem Jahrzehnt wiederholt überschätzter Inflationsgefahr „kauft“ der Markt (=die Anleger) die „üblichen“ Argumente nicht mehr und ist zu sorglos
  2. Die deflationären Effekte (hohe Schuldenstände, alternde Gesellschaften in den Industrienationen, Digitalisierung, Globalisierung) sind so groß, dass die inflationären Effekte ausgeglichen werden

Differenzierte Betrachtung sinnvoll

Welche Schlussfolgerung richtig ist kann niemand beantworten. Aus der praktischen Perspektive erscheint mir daher die folgende Betrachtung sinnvoll:

Es ist zwischen Konsumgütern und Vermögenspreisen zu unterscheiden. Bei Konsumgütern geht die offizielle Inflationsrate sicherlich an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei. Da sich aber Staaten, und vor allem Notenbanken (!), an diesen Werten ausrichten begünstigt die (zu) niedrige Inflation bei den Konsumentenpreisen die langfristige Inflation bei den Vermögenspreisen.

Anders formuliert: Multipliziert man eine expansive Geldpolitik (ohne sichtbare) inflationäre Nebenwirkungen bei den offiziellen Konsumentenpreisen mit negativen Renditen für sichere Anlagen (Konten und Staatsanleihen) und einem globalen Überschuss an Sparkapital, dann ergibt sich ein extremer Anlagenotstand der zu „spektakulären“ Bewertungen führt. Dies ist besonders bei zinssensitiven, aber „stabilen“ Sachwerten (Wohnimmobilien) und wachstumsstarken Unternehmen (Technologieaktien) zu beobachten. Naturgemäß sorgen zu niedrige Renditen für eine hohes Fehlerpotenzial bei finanziellen Entscheidungen.

Was bedeutet das für Anleger?

Genau hinschauen ist angesagt. Die „langweilige“ analytische Finanzplanung ist wichtiger als die „spannende“ Diskussion über Geldpolitik und die nächste „heiße“ Aktie.

Der Preis der Sicherheit ist jüngst wieder gestiegen

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Das Coronavirus sorgt für Unsicherheit. Sichere Staatsanleihen konnten davon profitieren. Im Umkehrschluss sind deren Renditen gefallen. Verwahrgebühren auf Kontoguthaben bleiben damit auf absehbare Zeit ein Thema. Da die Inflation konstant geblieben ist liegt der Realzins für fünfjährige Bundesanleihen aktuell bei minus 2,5 Prozent pro Jahr.

Inflationsscheck zeigt weiterhin finanzielle Repression

Nach Lesart des statistischen Bundesamts sind die Konsumentenpreise in Deutschland im Februar 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent angestiegen. Gleichzeitig sind die Renditen von deutschen Bundesanleihen (sicherer Hafen) gefallen und die Renditen von Hochzinsanleihen (Ausfallrisiko steigt bei schwächerer Konjunktur) gestiegen.

An der strategischen Perspektive hat sich nichts geändert: Die Renditen von sicheren Vermögensanlagen rentierten unterhalb der Inflationsrate und Vermögensklassen mit der Chance auf einen langfristigen Erhalt der Kaufkraft sind, insbesondere bei kurzfristigen Betrachtungszeiträumen, mit erheblichen Preisschwankungen verbunden.

Die Qualitätsansprüche an die Herleitung und Umsetzung der Anlagestrategie werden damit in der Zukunft massiv an Bedeutung gewinnen.

Inflationserwartungen sind gefallen

Die marktbasierten langfristigen Inflationserwartungen für fünf Jahre in fünf Jahren für die USA und die Eurozone sind jüngst gefallen. Sie betragen aktuell 1,1 Prozent. Dieser Rückgang dürfte der allgemeinen Verunsicherung geschuldet sein. Der Markt interpretiert die Folgen des Coronavirus also eher disinflationär. Dies passt auch zu der positiven Kursentwicklung der Staatsanleihen.

Die gefallenen Inflationserwartungen dürften eine expansive Geldpolitik begünstigen. Jegliche geldpolitische Maßnahme wird sicher auch auf die gefallenen Inflationserwartungen verweisen. Aus der Perspektive der Kapitalmärkte ist dies kurzfristig positiv. Langfristig gehen damit die allseits bekannten Probleme zu niedriger Zinsen einher.

Schäden und Gegenmaßnahmen nicht seriös abzuschätzen

Allgemein scheint es mittlerweile offensichtlich zu sein, dass das Coronavirus einen großen wirtschaftlichen Schaden verursachen wird. Allerdings sind weder die genaue Höhe, noch die Folgewirkungen oder die zeitliche Dauer der konjunkturellen Belastung seriös abzuschätzen. Genauso unsicher sind die Geld- und fiskalpolitischen Gegenmaßnahmen von Seiten der Notenbanken und Staaten zu antizipieren. Die Marktteilnehmer erwarten, dass etwas passiert, aber was genau, ist nicht absehbar.

„Sichere“ Häfen in der kurzfristigen Betrachtung

In der sehr kurzfristigen und isolierten Betrachtung der Stressphase konnten die, teils ungeliebten Staatsanleihen, mal wieder überzeugen. Während der Aktienmarkt (rot) 12 Prozent verlor und Gold (blau) um 5 Prozent nachgab, konnten die US-Staatsanleihen (türkis) mit einem Kursgewinn punkten. Deutsche Bundesanleihen gleicher Laufzeit sind rund 2 Prozent gestiegen.

Auch in dieser Stressphase an den Aktienmärkten wurde deutlich, dass ein diversifiziertes Portfolio Vorteile bietet. Hierbei sollte nicht nur in unterschiedliche Vermögensklassen investiert werden. Auch die Investitionsstile sollten sich unterscheiden.

Vermögensstrukturierung – Ein Ausgangspunkt für Überlegungen

Niemand kennt die Zukunft. Ein neutraler Ausgangspunkt für weitere (!) Überlegungen ist daher die gleichgewichtete Verteilung auf die beiden großen Vermögensklassen Geld- und Sachwerte. Innerhalb dieser Töpfe ist dann wiederum eine angemessene Risikostreuung vorzunehmen.

Die aktuellen Bewegungen an den Kapitalmärkten sollten nicht zu hektischem handeln führen. Typischerweise ist das Fehlerpotential in diesen Marktphasen recht hoch. Dennoch sind die aktuellen Rückgänge ein guter Ansatzpunkt, um sich mit der strategischen Ausrichtung des Depots und der vorhandenen Risikostreuung auseinanderzusetzen.

Gerne stehen wir Ihnen hierzu als Ansprechpartner zur Verfügung.