Category

Alle Publikationen

#stayathome – Unsere Onlinekonferenzen in Zeiten von Corona

By Alle Publikationen No Comments

Update Kapitalmärkte und Einschätzung der aktuellen Situation

Freitag, 27.03., 03.04., 10.04., 17.04.

Jeden Freitag um 12 Uhr werden wir unseren Kunden, aber auch allen Interessenten, in gewohnt anschaulicher und übersichtlicher Weise die wichtigsten Marktentwicklungen darstellen.

Vor allem wird es aber auch um die Frage gehen: Was bedeutet das für Anleger…

Corona, Hilfspakete und Helikoptergeld – Wo trifft die Krise Sparer, Versicherte und Anleger?

Am Mittwoch, den 25. März um 16 Uhr

Die geplanten Hilfspakete für Unternehmen und Selbstständige in Deutschland, aber auch in den USA und anderen Ländern sind absolut notwendig. Zusätzlich hat die Corona-Krise an den Kapitalmärkten zu deutlichen Verwerfungen geführt. Stellt sich also die Frage, welche Konsequenzen sich für Sparguthaben und die Altersvorsorge in Form von Versicherungen und Kapitalanlagen ergeben.

Kontoguthaben – Einlagensicherung, Risiken, Handlungsalternativen

Die geplanten Hilfspakete für Unternehmen und Selbstständige in Deutschland, aber auch in den USA und anderen Ländern sind absolut notwendig. Zusätzlich hat die Corona-Krise an den Kapitalmärkten zu deutlichen Verwerfungen geführt. Stellt sich also die Frage, welche Konsequenzen sich für Sparguthaben und die Altersvorsorge in Form von Versicherungen und Kapitalanlagen ergeben.

Jetzt Immobilien kaufen? – Dalehenszinsen, Marktentwicklung & Co.

Bei vielen Menschen mit Vermögen lösen die angekündigten Hilfspakete und die Aussicht auf schwindelerregende zusätzliche Geldmengen Angst vor Inflation aus. Gleichzeitig ist damit zu rechnen, dass Immobilien auf den Markt kommen, weil Darlehen nicht mehr bedient werden können?! Und wie geht es mit den Baufinanzierungszinsen weiter?

#stayathome – Unsere Onlinekonferenzen in Zeiten von Corona

By Alle Publikationen No Comments

Kontoguthaben – Einlagensicherung, Risiken, Handlungsalternativen

Montag, 30. März 2020 um 16 Uhr

Die geplanten Hilfspakete für Unternehmen und Selbstständige in Deutschland, aber auch in den USA und anderen Ländern sind absolut notwendig. Zusätzlich hat die Corona-Krise an den Kapitalmärkten zu deutlichen Verwerfungen geführt. Stellt sich also die Frage, welche Konsequenzen sich für Sparguthaben und die Altersvorsorge in Form von Versicherungen und Kapitalanlagen ergeben.

Update Kapitalmärkte und Einschätzung der aktuellen Situation

Freitag, 27.03., 03.04., 10.04., 17.04.

Jeden Freitag um 12 Uhr werden wir unseren Kunden, aber auch allen Interessenten, in gewohnt anschaulicher und übersichtlicher Weise die wichtigsten Marktentwicklungen darstellen.

Vor allem wird es aber auch um die Frage gehen: Was bedeutet das für Anleger…

Jetzt Immobilien kaufen? – Dalehenszinsen, Marktentwicklung & Co.

Mittwoch, 01. April 2020 um 16 Uhr

Bei vielen Menschen mit Vermögen lösen die angekündigten Hilfspakete und die Aussicht auf schwindelerregende zusätzliche Geldmengen Angst vor Inflation aus. Gleichzeitig ist damit zu rechnen, dass Immobilien auf den Markt kommen, weil Darlehen nicht mehr bedient werden können?! Und wie geht es mit den Baufinanzierungszinsen weiter?

Systemrisiken und Inflationsangst – Ist Gold die Lösung?

Montag, 06. April 2020 um 16 Uhr

Die aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten, aber auch die Krise im privatwirtschaftlichen und nicht zuletzt persönlichen Bereich führt zu einer seit der Finanzkrise nicht mehr da gewesenen Run auf Edelmetallinvestitionen. Die ersten Edelmetallhändler vermelden Verzögerungen bei der Lieferung bzw. Einschränkungen in der Verfügbarkeit.

Stellen sich die Fragen: „Für wen bzw. welches Weltbild machen Edelmetalle in der Vermögensstruktur Sinn?“, „Wie in Edelmetalle investieren?“, „Was gibt es zu beachten?“

Geänderte Großwetterlage am Kapitalmarkt

By Alle Publikationen No Comments

Die Großwetterlage an den internationalen Kapitalmärkten hat sich innerhalb kürzester Zeit verändert. Dementsprechend sind auch die, seit der Finanzkrise erlernten, Denkmuster und Erklärungsansätze von Ursache und Wirkung vorerst nicht mehr gültig. Wie die Maßnahmen von Notenbanken und Staaten nun eingeordnet werden und warum wir nach der aktuellen Börsenpanik wieder im Anlagenotstand enden werden erläutert Herr Leichtweiß in diesem Video.     

Corona & Co. – Wichtiges Update für Anleger

By Alle Publikationen No Comments

Die aktuelle Woche ist von den starken Preisbewegungen an den Aktienmärkten und der medialen Präsenz der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus geprägt. In diesem Video werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und betrachten auch die langfristigen Konsequenzen.

Für Rückfragen oder ein persönliches Beratungsgespräch stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Der Preis der Sicherheit ist jüngst wieder gestiegen

By Alle Publikationen, Inflationscheck No Comments

Das Coronavirus sorgt für Unsicherheit. Sichere Staatsanleihen konnten davon profitieren. Im Umkehrschluss sind deren Renditen gefallen. Verwahrgebühren auf Kontoguthaben bleiben damit auf absehbare Zeit ein Thema. Da die Inflation konstant geblieben ist liegt der Realzins für fünfjährige Bundesanleihen aktuell bei minus 2,5 Prozent pro Jahr.

Inflationsscheck zeigt weiterhin finanzielle Repression

Nach Lesart des statistischen Bundesamts sind die Konsumentenpreise in Deutschland im Februar 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent angestiegen. Gleichzeitig sind die Renditen von deutschen Bundesanleihen (sicherer Hafen) gefallen und die Renditen von Hochzinsanleihen (Ausfallrisiko steigt bei schwächerer Konjunktur) gestiegen.

An der strategischen Perspektive hat sich nichts geändert: Die Renditen von sicheren Vermögensanlagen rentierten unterhalb der Inflationsrate und Vermögensklassen mit der Chance auf einen langfristigen Erhalt der Kaufkraft sind, insbesondere bei kurzfristigen Betrachtungszeiträumen, mit erheblichen Preisschwankungen verbunden.

Die Qualitätsansprüche an die Herleitung und Umsetzung der Anlagestrategie werden damit in der Zukunft massiv an Bedeutung gewinnen.

Inflationserwartungen sind gefallen

Die marktbasierten langfristigen Inflationserwartungen für fünf Jahre in fünf Jahren für die USA und die Eurozone sind jüngst gefallen. Sie betragen aktuell 1,1 Prozent. Dieser Rückgang dürfte der allgemeinen Verunsicherung geschuldet sein. Der Markt interpretiert die Folgen des Coronavirus also eher disinflationär. Dies passt auch zu der positiven Kursentwicklung der Staatsanleihen.

Die gefallenen Inflationserwartungen dürften eine expansive Geldpolitik begünstigen. Jegliche geldpolitische Maßnahme wird sicher auch auf die gefallenen Inflationserwartungen verweisen. Aus der Perspektive der Kapitalmärkte ist dies kurzfristig positiv. Langfristig gehen damit die allseits bekannten Probleme zu niedriger Zinsen einher.

Schäden und Gegenmaßnahmen nicht seriös abzuschätzen

Allgemein scheint es mittlerweile offensichtlich zu sein, dass das Coronavirus einen großen wirtschaftlichen Schaden verursachen wird. Allerdings sind weder die genaue Höhe, noch die Folgewirkungen oder die zeitliche Dauer der konjunkturellen Belastung seriös abzuschätzen. Genauso unsicher sind die Geld- und fiskalpolitischen Gegenmaßnahmen von Seiten der Notenbanken und Staaten zu antizipieren. Die Marktteilnehmer erwarten, dass etwas passiert, aber was genau, ist nicht absehbar.

„Sichere“ Häfen in der kurzfristigen Betrachtung

In der sehr kurzfristigen und isolierten Betrachtung der Stressphase konnten die, teils ungeliebten Staatsanleihen, mal wieder überzeugen. Während der Aktienmarkt (rot) 12 Prozent verlor und Gold (blau) um 5 Prozent nachgab, konnten die US-Staatsanleihen (türkis) mit einem Kursgewinn punkten. Deutsche Bundesanleihen gleicher Laufzeit sind rund 2 Prozent gestiegen.

Auch in dieser Stressphase an den Aktienmärkten wurde deutlich, dass ein diversifiziertes Portfolio Vorteile bietet. Hierbei sollte nicht nur in unterschiedliche Vermögensklassen investiert werden. Auch die Investitionsstile sollten sich unterscheiden.

Vermögensstrukturierung – Ein Ausgangspunkt für Überlegungen

Niemand kennt die Zukunft. Ein neutraler Ausgangspunkt für weitere (!) Überlegungen ist daher die gleichgewichtete Verteilung auf die beiden großen Vermögensklassen Geld- und Sachwerte. Innerhalb dieser Töpfe ist dann wiederum eine angemessene Risikostreuung vorzunehmen.

Die aktuellen Bewegungen an den Kapitalmärkten sollten nicht zu hektischem handeln führen. Typischerweise ist das Fehlerpotential in diesen Marktphasen recht hoch. Dennoch sind die aktuellen Rückgänge ein guter Ansatzpunkt, um sich mit der strategischen Ausrichtung des Depots und der vorhandenen Risikostreuung auseinanderzusetzen.

Gerne stehen wir Ihnen hierzu als Ansprechpartner zur Verfügung.

Kaufpanik im Supermarkt, Verkaufspanik am Aktienmarkt

By Alle Publikationen No Comments

In einer Welt ohne Zinsen bestehen positive Renditen ausschließlich aus Risikoprämien. Ohne Risiken liegt die Ertragserwartung bei null. Der Schmerz (Kursverlust) zum Zeitpunkt ist also der Preis für die Rendite über den Zeitraum. Die aktuell starken Kursrückgänge sind daher ein guter Zeitpunkt, um sich mit der eigenen Anlagestrategie zu beschäftigen. Nicht um prozyklisch zu reagieren, sondern die langfristige Ausrichtung zu überdenken.

Kommentar Faktor-Portfolios – Januar 2020

By Alle Publikationen No Comments

Marktbewegung

Im Januar schien sich die positive Aktienmarktentwicklung des Vorjahres zunächst fortzuschreiben – teilweise wurden neue Allzeit-Höchststände erreicht. Unverändert gibt es zwei wesentliche Treiber für die Kursanstiege. Zum einen die Erleichterung im amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt sowie die Hoffnung, dass die Notenbanken in Krisensituationen weiter expansiv Geld in die Märkte pumpen. Sorgen vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus brachten die Märkte dann kräftig unter Druck, da mit negativen Folgen für die Weltwirtschaft gerechnet wurde, was insbesondere auch die Ölpreise (ca. -15%) belastete. Der Ausbruch des Corona-Virus beeinflusste insbesondere den chinesischen Aktienmarkt – der Hang Seng verlor im Januar ca. 7,75%. Die europäischen Märkte entwickelten sich mit -2 bis -3% ebenfalls negativ, während die US-Märkte den abgelaufenen Monat noch positiv beenden konnten. Die Rentenmärkte profitierten und auch Gold konnte mit einem Anstieg von 4,5% punkten. Trotz großer Unsicherheit bezüglich Ausbreitung und Gefahren des Virus ist bisher noch keine ganz große Panik am Markt aufgekommen. Vielmehr wurden die Kursrückgänge als Chance für einen Einstieg in den Aktienmarkt gesehen.

Portfoliokommentar

Faktor Portfolio

Die Verteilung des Vermögens der Strategie „Faktor Portfolio“ orientiert sich an der angestrebten strategischen Gewichtung von 65 Prozent Aktien zu 35 Prozent Geldmarkt bzw. festverzinslichen Wertpapieren. Das Strategiedepot „Faktor Portfolio“ erzielte im Verlauf des vergangenen Monats eine Rendite in Höhe von 0,56 Prozent. Im vergangenen Monat wurden keine Transaktionen durchgeführt.

Faktor Depot

Die Verteilung des Vermögens der Strategie „Faktor Depot“ orientiert sich an der angestrebten strategischen Gewichtung von 40 Prozent Aktien zu 60 Prozent Geldmarkt bzw. festverzinslichen Wertpapieren. Das Strategiedepot „Faktor Depot“ erzielte im Verlauf des vergangenen Monats eine Rendite in Höhe von 0,72 Prozent. Im vergangenen Monat wurden keine Transaktionen durchgeführt.

Ein aktuelles Factsheet der Strategie inkl. vergangener Wertentwicklung und aktueller Allokation finden Sie hier:

Performanceübersicht

Faktor Portfolio

Seit Jahresbeginn liegt die Wertentwicklung zum Ende des letzen Monats bei 0,56%

Faktor Depot

Seit Jahresbeginn liegt die Wertentwicklung zum Ende des letzen Monats bei 0,72%

Beschreibung der enthaltenen Finanzinstrumente

ETF auf MSCI World Minimum Volatility

Der Minimum Volatility ETF investiert in weniger zyklische Sektoren, die Geschäftsmodelle der enthaltenen Unternehmen unterliegen typischerweise geringeren Schwankungen. Insbesondere im Vergleich zum globalen Aktienmarkt (MSCI Word) sollen so die erwarteten Kursschwankungen reduziert werden.

ETF auf MSCI World Quality Factor

Der Fonds strebt die Nachbildung der Wertentwicklung eines Index an, der aus einer Untermenge an MSCI World-Aktien besteht, die starke und stabile Gewinne aufweisen. Im Vergleich zum globalen Aktienmarkt (MSCI Word) sollen so die erwarteten Kursschwankungen reduziert werden.

ETF auf MSCI World (Euro hedged)

Der ETF investiert in den breiten globalen Aktienmarkt (MSCI World Index). Der ETF investiert im Schwerpunkt in entwickelte Länder und umfasst eine hohe Anzahl von Aktien. Um Währungsrisiken vorzubeugen werden Fremdwährungen gegenüber dem Euro gegen Schwankungen auf monatlicher Basis abgesichert.

Dimensional Emerging Market Value Fund

Der Fonds hat das Ziel, die Aktienmarktrendite möglichst effizient abzubilden. Zu diesem Zweck wird eine sehr hohe Anzahl von Aktien in den Fonds gekauft. Der Fokus des Fonds liegt auf Unternehmen aus Schwellenländern. Dabei verfolgt er eine „Value“-Strategie. Dies bedeutet, dass er in Aktien von Unternehmen investiert, deren Aktienkurs zum Zeitpunkt des Kaufs im Vergleich zum bilanziellen Wert des Unternehmens niedrig ist.

iShares $ Treasury Bond 7-10yr

Der ETF bildet US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit zwischen 7 und 10 Jahren ab. Die Staatsanleihen mittelfristiger Laufzeit werden im US-Dollar erworben, wodurch das Portfolio zusätzlich diversifiziert wird.

Xtrackers II Global Inflation-Linked Bond UCITS ETF

Das Anlageziel besteht darin, die Wertentwicklung des Bloomberg Barclays World Government Inflation-Linked Bond Index (der Index) abzubilden. Der ETF soll die Wertentwicklung inflationsgebundener handelbarer Schuldtitel (Anleihen) abbilden, die von Regierungen bestimmter Industrieländer begeben werden.

Metzler Euro Liquidity

Es handelt sich um ein Geldmarkt-Instrument, der Fonds legt seine Anlage in Bankguthaben und Geldmarktinstrumente erstklassiger in- und ausländischer Emittenten an.

Bankguthaben EUR

Hierbei handelt es sich um reale Liquidität, die auf dem Verrechnungskonto geführt wird. Der Sinn einer Liquiditätsreserve liegt zum einen in der Risikodiversifikation, ein anderer Zweck der Liquiditätsreserve ist die taktische Komponente der Anlageklassensteuerung.

YPOS Inflationscheck zeigt finanzielle Repression – Ausweg Risikoprämien?

By Alle Publikationen, Inflationscheck No Comments

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Januar auf 1,7 Prozent gestiegen. Aufgrund der beschlossenen Maßnahmen zum Klimaschutz erwartet die Bundesbank ab 2021 steigende Inflationsraten für Verbraucher. Im Gegensatz dazu macht der Blick auf die Inflationserwartungen für die Eurozone wenig Hoffnung auf steigende Zinsen.

Vermögensklassen im Inflationscheck

Die finanzielle Repression mag zwar als Thema aus den Schlagzeilen und Bestsellerlisten verschwunden sein, aber solange Zinsen und Renditen unterhalb der offiziellen Inflationsrate liegen ist sie in der Realität präsenter denn je.

Die anhaltende Niedrigzinsphase belastet nicht nur private und betriebliche Anleger. Auch die kapitalgedeckte Altersvorsorge ist stark betroffen. Insbesondere in Deutschland ist diese typischerweise sehr zinsbasiert aufgebaut. Die Suche nach Alternativen für die fehlenden Zinsen geht also auf jeder Ebene weiter.

Vergessen Sie Zinsen, denken Sie in Risikoprämien

An dieser Stelle sei daran erinnert, dass sich Renditen aus Risikoprämien zusammensetzen. Ohne (bzw. negativen) „sicheren“ Zins besteht die Renditeerwartung vollständig aus Prämien für eingegangene Risiken. Letzteres sollten vom Anleger verstanden werden. Die Grafik zeigt einen schematischen Aufbau.

Innerhalb der Vermögensklassen sind weitere Faktoren maßgeblich. Zudem spielt Illiquidität eine Rolle. Die Verteilung des Kapitals auf die verfügbaren Anlageklassen sollte daher die relative und absolute Attraktivität der Risikoprämien der verschiedenen Vermögensklassen berücksichtigen.

Die Investition in eine kapitalbildende Versicherung oder der Kauf eines Fonds löst das Problem nur oberflächlich, da die Entscheidung auf eine andere Ebene (den Produktanbieter) delegiert wird.

Inflationserwartung spricht gegen Zinswende

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist dabei vieles zu überprüfen. Zuviel Hoffnung sollten sich Anleger allerdings nicht machen. Schließlich ist die langfristige Inflationserwartung ein wichtiger Indikator für die zukünftige Geldpolitik.

Mit einem Wert von unter 1,3 Prozent ist kein Aufwärtsdruck für Zinsen zu erwarten. Wir gehen weiterhin von der Blaupause Japan (Zinsen bleiben niedrig) bei gleichzeitig höherer politischer Unsicherheit (Europa ist sehr heterogen) aus.

Was bedeutet das für Anleger?

Ich bin kein Freund von „Kaufen Sie x und Ihr Anlageproblem ist gelöst“ Antworten. Einfache Antworten sind zwar beliebt, aber spätestens in Stressphasen zeigt sich der bei der Herleitung der Anlagestrategie ersparte Zeitaufwand in schädlichem Anlegerverhalten.

Daher lautet meine Empfehlung sich an den folgenden Schritten zu orientieren:

  1. Erfassen Sie Ihren Vermögensstatus (Vermögen und Verbindlichkeiten)
  2. Erstellen Sie eine Liquiditätsplanung und Differenzieren Sie dann zwischen Rücklage und Kapitalanlage
  3. Ermitteln Sie Ihre finanzielle Risikobereitschaft für die Kapitalanlage
  4. Ermitteln Sie welche Risikotragfähigkeit Sie aufgrund der Lebensplanung (wann wird wie viel Geld benötigt?) haben
  5. Definition Sie den Anlagehorizont für die Kapitalanlage
  6. Treffen Sie Annahmen für die langfristigen Ertragserwartungen der verschiedenen Vermögensklassen
  7. Betrachten Sie, wie sich die geplante Anlagestrategie in historischen Kapitalmarktkrisen verhalten hat
  8. Beantworten Sie die wichtigsten Umsetzungsfragen:

a) Aktive Manager vs. Passive Indexfonds – Wo macht was Sinn?

b) Risikomanagement und taktische Eingriffe – Notwendigkeit vs. Gewissensberuhigung

c) Berücksichtigung steuerlicher Aspekte (Abgeltungsteuer, Investmentsteuerreform)

Die Berücksichtigung der genannten Schritte erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die am Kapitalmarkt verfügbaren Risikoprämien auch vereinnahmt werden. Zudem sorgt eine aktive Auseinandersetzung mit den verschiedenen Dimensionen der Geldanlage auch für weniger emotionalen Stress.

Gerne stehen wir Ihnen für Rückfragen zur Verfügung.

Inflationscheck zeigt finanzielle Repression – Ausweichmanöver und Problemstellungen

By Alle Publikationen, Inflationscheck, Markteinschätzung No Comments

Nach Lesart des statistischen Bundesamts sind die Konsumentenpreise in Deutschland im Dezember 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 Prozent angestiegen. Aus der Anlegerperspektive betrachtet befinden wir uns weiterhin in der finanziellen Repression, da Zinsen und Renditen unterhalb der offiziellen Inflationsrate liegen. Fehlerpotential und Beratungsbedarf bleiben auf einem hohen Niveau.

Vermögensklassen im Inflationscheck

Bei einer Rendite von -0,55 Prozent für fünfjährige deutsche Bundesanleihen ergibt sich ein rechnerischer Kaufkraftverlust von 2 Prozent. Einzig Hochzinsanleihen weisen auf Basis der aktuellen Einkaufsrenditen eine positive Rendite nach Steuern und Inflation aus. Hierbei sind jedoch die entsprechenden Laufzeit- und erhöhten Kreditrisiken zu berücksichtigen. Mögliche starke Preisbewegungen bei veränderter Liquiditäts- oder Konjunkturlage sind hier nicht zu unterschätzen.

Ausweichmanöver und Problemstellungen

Ausweichmanöver institutioneller Anleger in Richtung nicht börsennotierter Schuldinstrumente (private Debt) sind daher nachvollziehbar, aber sicherlich auch mit Fallstricken behaftet. Gleiches gilt für Private Equity und Infrastrukturinvestments. Fraglich ist hier, ob Illiquidität, wie in der Vergangenheit, noch eine positive Prämie darstellt oder bereits ein Aufschlag anfällt.

Bei privaten Anlegern ist der Beratungsbedarf noch größer. Hier zeigen sich zwei große Probleme:

  1. Es wurde noch gar nicht erkannt, dass die Renditeerwartung der aktuellen Anlagestrategie nicht ausreicht, um die finanziellen Ziele zu erreichen. Damit verändert sich beispielsweise der mögliche Lebensstandard im Alter, der vorgezogene Ruhestand verschiebt sich nach hinten oder der gewünschte Vermögenserhalt zu Gunsten der Kinder wird nicht erreicht.
  2. Die Suche nach Anlageprodukten die einen gedanklichen „Zinsersatz“ darstellen sind in der Realität Prämien für eingegangen Risiken. Beispielsweise sind dies Bonitäts, Laufzeit und Illiquiditätsprämien. Auch Optionserträge sind keine klassischen Zinsen und haben besondere Charakteristika, die es zu berücksichtigen gilt. Allgemein formuliert sollten die „neuen“ Risiken vor der Investition in die Anlagestrategie eingeordnet werden. Zudem stellt sich die Frage, ob die absolute Vergütung der eingegangen Risiken attraktiv ist.

Im Ergebnis wird deutlich, dass ein fehlender Finanzplan und eine fehlende Anlagestrategie nachteilig sind.

Inflation- und Erwartungen in der Eurozone

In der Eurozone liegt die Inflation bei 1,3 Prozent. Die Kerninflationsrate liegt bei 1,0 Prozent. Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ist damit deutlich unterschritten.

Auch die marktbasierten langfristigen Inflationserwartungen für fünf Jahre in fünf Jahren liegen mit 1,32 Prozent deutlich unter den Vorstellungen der Notenbank.

Eine nachhaltige Zinswende erscheint in diesem Umfeld unwahrscheinlich. Steigende Zinsen aufgrund von steigender Inflation würden dem Anleger auch nicht viel bringen, da immer der Realzins (Zins abzgl. Inflation) entscheidend ist. In diesem Zusammenhang könnten inflationsgebundene Anleihe eine prüfenswerte Ergänzung für das Depot sein.

Auch die Verstärkung fiskalpolitischer Maßnahmen spricht eher gegen eine Zinswende. Schließlich lassen sich steigende Schulden einfacher finanzieren, wenn die Zinsen niedrig ist.

Der globale Sparüberschuss, Digitalisierung und die Demographie wirken ebenfalls zinsdämpfend.

Was bedeutet das für Anleger?

Die finanzielle Repression bleibt uns auf absehbare Zeit erhalten. Eine Professionalisierung der finanziellen Entscheidungen und deren Umsetzung ist daher sinnvoll.

Wie sollte man die starken Aktiengewinne 2019 einordnen?

By Alle Publikationen, Markteinschätzung No Comments

Das Jahr 2019 war ein sehr erfreuliches Jahr. Am Beispiel des US-Aktienmarktes schlagen wir eine Brücke vom Aktienmarkt zur individuellen Einordung auf Anlegerebene.

Es war ein großartiges Jahr für Aktien

Aus Vereinfachungsgründen betrachten wir nur einen Aktienindex (US-Leitindex S&P500). Unterstellt man eine Reinvestition der Dividenden ergibt sich im laufenden Jahr ein Gewinn von 30 Prozent (Schlusskurse 19.12.2019).

Das ist ja schon mal gut. Aber es geht noch besser..

Schmück du den Baum Schatz, ich muss ordern

Wer am Weihnachtstag 2018 investiert hat, der konnte sogar einen Gewinn von knapp 40 Prozent erzielen.

Entwicklung über zwei Jahre

Betrachtet man hingegen die Entwicklung in den vergangenen 24 Monaten, dann stellt man fest, dass ein Großteil der Kursgewinne in 2019 „nur“ die Aufholung der Verluste aus 2018 war. Das kleine „nur“ ist allerdings das größte Problem aller Anleger. Dies gilt nicht nur für private Anleger, sondern auch für professionelle Marktteilnehmer (Fondsmanager und Vermögensverwalter).

Die Kapitalmarktrenditen zu verdienen ist eben nicht so einfach, wie es im Nachhinein aussieht… Schließlich hätte der Markt ja auch beim Stand von minus 20 Prozent weiter fallen können. Wer weiß das schon? Denken Sie mal an die Schlagzeilen zu Beginn des Jahres 2019 zurück.

Zudem ist festzuhalten, dass ein Verlust von 20 Prozent einen Gewinn von 25 Prozent benötigt, um wieder beim Ausgangspunkt anzukommen. Ein Verlust von 50 Prozent benötigt einen Gewinn von 100 Prozent. Sehr starke Verluste „töten“ den Zinseszinseffekt (Compounding).

Schließlich dauert es bei sehr starken Verlusten häufig viele Jahre, um wieder bei dem Ausgangspunkt anzukommen. Noch dazu ist es nicht garantiert. Allerdings sprechen historische Muster und auch wirtschaftliche Logik dafür. Und es gilt für den Markt, aber nicht für prozyklisch handelnde Anleger.

Lohnen sich mehr als 65 Prozent Aktienquote?

Auf der Gesamtvermögensebene lohnt es sich daher nicht, Aktienquoten jenseits der 65 Prozent als strategische Aktienquote zu definieren. Eine starke Abweichung (taktisch) nach oben empfiehlt sich tendenziell nur nach starken Rückgängen am Aktienmarkt.

Doch ohne schriftlichen Investmentplan mit klaren Regeln schafft es erfahrungsgemäß kein Anleger, dann zu kaufen, wenn die Kurse fallen und die Schlagzeilen den Weltuntergang verkünden.

Diesen Investmentplan zu entwickeln, handwerklich gut umzusetzen und dessen konsequente Einhaltung dauerhaft (!) zu sichern ist übrigens der große Mehrwert einer echten Finanzberatung. Der Autor bietet diese Dienstleistung an und ist an diesem Punkt nicht neutral. 🙂

Welche Perspektive sollten Anleger einnehmen?

Anleger sollten zunächst darauf achten, dass die Aktienquote zu ihrer persönlichen Liquiditätsplanung und sonstigen Zielen passt. Wer weder einen Berater bezahlen, noch selbst die Zeit aufwenden möchte, um eine ganzheitliche Anlagestrategie zu entwickeln, der sollte zumindest darauf achten, dass die sich die Aktienquote innerhalb der Bandbreite der finanziellen Risikobereitschaft befindet.

Da jeder Mensch Risiken anders definiert, gilt es, diesen Begriff mit Leben zu füllen. Dies kann anhand eines wissenschaftlich fundierten Fragebogens erfolgen. Anhand von 25 Fragen ist die Quote und die Bandbreite wachstumsorientierter Vermögensklassen ein wichtiges Teilergebnis.

Hier liegen die finanzielle Risikobereitschaft (59 Prozent), die im Rahmen der Herleitung der Anlagestrategie ermittelte strategische Aktienquote (65 Prozent) und die und die im Depot umgesetzte Aktienquote (60 Prozent) sehr eng beisammen. So sollte es sein.

Der kostenfreie Zugang zu dem Fragebogen kann bei uns angefordert werden.

Im nächsten Schritt ist zu prüfen, ob das eigene Depotergebnis zu der Entwicklung an den Kapitalmärkten passt. Der Zeitraum sollte mindestens drei Jahre betragen.

Im vorliegenden Fall ist ein globaler Aktienindexfonds der Vergleichsmaßstab. Dieser hat ein Plus von 48 Prozent erzieht. Die liquiden Vermögenswerte im Depot haben ein Plus von 32 Prozent erzielt.

Diese 32 Prozent (Depot) sind 67 Prozent von 48 Prozent (globaler Aktienmarkt). Damit hat das Depot die gewünschte Partizipation (65 Prozent) am globalen Aktienmarkt erreicht. So soll es sein.

In der Detailbetrachtung sieht man, dass sich die Aktien im Depot besser als der globale Aktienmarkt entwickelt haben. Der Mischfonds hat sich fast nicht verändert.

Bei der Aktienauswahl hatte man also Glück und war gleichzeitig schlecht diversifiziert. Schließlich waren nur US-Aktien im Depot. Das war der beste der großen Aktienmärkte. Nach vorne blickend wären Europa und Schwellenländer sinnvolle regionale Ergänzungen. Die Beimischung von Value in Sachen Anlagestil zu prüfen.

Der defensive Mischfonds hat sich sehr unterdurchschnittlich entwickelt. Er konnte nicht an der Rally am Rentenmarkt partizipieren. Hier sind Anpassungen erforderlich.

Ergebniswürdigung

Der Anleger möchte eine Aktienquote von 65 Prozent haben. Dies liegt vor. Zudem soll innerhalb der Aktienquote ein Ergebnis erzielt werden, das sich am globalen Aktienmarkt orientiert. Dieses wurde übertroffen. Insgesamt war das Ergebnis gut, aber eindeutig etwas zu einseitig vom Glück der regionalen Aktienauswahl abhängig. Zudem ist der Mischfonds zu ersetzen.

Was bedeutet das für mich?

Die Renditen in einzelnen Aktienmärkten und dem Kapitalmarkt als Ganzes sind natürlich wichtig. Bedeutender für Sie sind allerdings die Entwicklungen in Ihrem persönlichen Depot. Die Anlagestrategie sollte zur persönlichen Risikobereitschaft passen. Zudem sollten Sie in der Lage sein, die historischen Wertentwicklungen Ihres Depots erklären zu können. Damit geht Hand in Hand, dass Sie ungefähr abschätzen können, wie sich Ihr Depot verhält, wenn der Aktienmarkt in der Zukunft um „X“ Prozent fällt oder Gold um „Y“ Prozent steigt.