Category

Alle Publikationen

Strafzinsen drohen – Soll man deswegen investieren?

By Alle Publikationen No Comments

An Nullzinsen hat man sich gewöhnt. Nun werden Strafzinsen diskutiert. Sollte man deswegen in die Kapitalmärkte investieren? Wir setzen die Schwankungen einer defensiven Anlagestrategie in Relation zu Strafzinsen und werfen andere Gedanken auf, die wir für zielführend halten.

Sie suchen einen Ansprechpartner, der Sie bei allen finanziellen Fragestellungen begleiten kann? Dann sind Sie bei uns richtig! Gerne stehen wir Ihnen unter der 06151-8507650 und info@ypos-fp.de zur Abstimmung eines kostenfreien Erstgesprächs zur Verfügung.

Nullzins, Gründe für Gold und Risikomanagement

By Alle Publikationen, Markteinschätzung No Comments

Die Inflation liegt bei 1,4 Prozent, fünfjährige deutsche Staatsanleihen rentieren bei minus 0,92 Prozent. Gleichzeitig hat Gold ein neues Allzeithoch erklommen. Die noch gescholtenen Trendfolger könnten vor einem Comeback in der Gunst der Anleger stehen… Wir schauen auf die wichtigsten Punkte.

Herausforderung Kaufkrafterhalt

Nach Lesart des statistischen Bundesamts sind die Konsumentenpreise in Deutschland im August 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4 Prozent angestiegen. Im Vormonat betrug der Anstieg noch 1,7 Prozent. Die gefallene Inflationsrate passt damit in das Bild einer sich abschwächenden deutschen Wirtschaft. Für die gesamte Eurozone beträgt die Inflation aktuell 1,0 Prozent. Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ist damit deutlich unterschritten.

Am Rentenmarkt sind weiter historisch einmalige Zustände zu beobachten. Ein Kaufkrafterhalt ist auf Basis der aktuellen Renditen nicht möglich.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat viele Argumente, die eine expansive Geldpolitik unterstützen. Schließlich liegt die Kerninflationsrate nur bei 0,9 Prozent. Auch die marktbasierten langfristigen Inflationserwartungen für fünf Jahre in fünf Jahren liegen mit 1,2 Prozent deutlich unter den Vorstellungen der Notenbank.

Im Ergebnis stellt sich nur die Frage, ob weitere Maßnahmen bereits vollständig in den Preisen der Anleihen enthalten sind, oder ob der Markt das Ausmaß der möglichen Interventionen überschätzt.

Aufgrund der jüngsten Kursentwicklungen scheint etwas Vorsicht angebracht. Eine vollständige Abkehr von Anleihen ist allerdings nicht anzuraten. Anleger sollten allerdings darauf achten, dass das gesamte Diversifikationspotenzial innerhalb des Anleihemarktes genutzt wird. Die Kombination von ausgewählten aktiven Managern und passiven Indexlösungen (ETF) erscheint uns aktuell die beste Lösung zu sein.

Dramatik jenseits der Schlagzeilen

Die jüngsten Kursgewinne sind zwar erfreulich, aber naturgemäß dämpfen diese die zukünftigen Erträge. Während die Zuwächse von hundertjährigen Anleihen spektakuläre Schlagzeilen produziert haben, dürfte die Tatsache, dass mit „A“ geratete Anleihen erst nach über fünf Jahren die Nulllinie schneiden deutlich bedeutsamer für die Finanzmärkte und die Anleger sein.

Allgemein ist der Blick auf die Zinsstrukturkurven recht deprimierend. Die Ertragserwartungen sind nach unten anzupassen. Die Suche nach „Zinsersatz-Investments“ dürfte daher auf einem hohen Niveau verbleiben. Die aktuellen Rahmenbedingungen erfordern eine detaillierte Depotanalyse.

Risikomanager im Aufwind

Auch der Bedarf an Strategien, die bei Rückgängen am Aktienmarkt (zumindest theoretisch aufgrund der einsetzbaren Instrumente) positive Erträge erzeugen können dürfte steigen. Diese Strategien konnten seit der Finanzkrise nicht mit simplen Anlagestrategien mithalten. Allerdings hat sich dieses Bild auf Sicht der letzten fünf Jahre bereits gedreht. In der breiten Öffentlichkeit ist das allerdings noch nicht angekommen…

Die zuletzt sehr starke Entwicklung der Trendfolger ist vor allem in dem deutlichen Trend bei Anleihen zu finden. Anleger sollten nun auf keinen Fall blind in diese Strategien investieren. Es soll hier vielmehr ein Plädoyer für die aktive Auseindersetzung mit der eigenen Anlagestrategie und dem grundlegenden Risikomanagement sein. Dies gilt umso mehr, wenn man die prozyklische und nur positive Berichterstattung zur Vorteilhaftigkeit von Wertpapieren ohne Risikomanagement betrachtet.

Letztendlich muss die Analyse von Risiken sowohl auf der Anleger- als auch der Anlageebene erfolgen. Eine Fortschreibung der Entwicklung seit der Finanzkrise ist auf keinen Fall empfehlenswert!

Gold mit neuem Allzeithoch

In Euro gerechnet (dunkelblau) hat der Goldpreis jüngst ein neues Hoch erreicht.

Diesen Rückenwind durch den schwächeren Euro hat natürlich nicht nur Gold erhalten. Alle in US-Dollar notierenden Vermögenswerte (von Staatsanleihen bis Technologie Aktien) profitierten hievon.

Eine Fondsgesellschaft (Quelle aus Compliance Gründen nicht genannt) führt zehn Gründe auf, die aktuell dafür sprechen über die Investition in Gold und Goldminen nachzudenken:

  1. Weitere Zinssenkungen in den USA sind absehbar: Drei Zinssenkungsrunden fanden in den Vereinigten Staaten bereits im laufenden Jahr statt. Ihr Effekt wirkt sich zwar negativ auf den US-Dollar, aber positiv auf den Goldpreis aus.
  2. Negative Realzinsen sind in Reichweite gerückt: Der Zinssatz auf 10-jährige US-Staatsanleihen ist auf 0,26 Prozent gesunken. Zu Jahresbeginn lag dieser Satz noch bei 0,98 Prozent. Wenn die Zinsen ins Negative rutschen, ist das positiv für Gold. Die Opportunitätskosten beim Halten des Edelmetalls verringern sich.
  3. Bisher bleibt der US-Dollar robust: Der US-Dollar-Index DXY verharrt derzeit bei 97,6 Punkten. Im September 2018 rangierte er noch bei 93,9 Zählern; zu diesem Zeitpunkt ging der Markt noch von steigenden US-Zinsen aus. Aktuell beeinträchtigt der relativ starke US-Dollar die Wettbewerbsfähigkeit der USA. Sollte die Währung an Wert verlieren, wird sich der Goldpreis positiv entwickeln.
  4. Die Investitionsrisiken am breiten Markt haben sich erhöht: Zwar ist in den nächsten 12 bis 18 Monaten keine Rezession zu erwarten. Allerdings sind die Risiken, dass es zu einer Rezession kommen könnte, gestiegen. Der breite Aktienmarkt schwächelte in den vergangenen sechs Monaten, sodass sich Gold wieder einmal als sichere Anlageklasse erweist.
  5. Die physisch besicherten Gold-ETF-Bestände liegen insgesamt immer noch deutlich unter dem Höchststand des Jahres 2013: Dies lässt Anlegern Spielraum für weitere Goldinvestments.
  6. Die Zentralbanken kaufen aktuell Gold in Rekordhöhe: Die gemeldeten Nettokäufe den Notenbanken belaufen sich seit Jahresbeginn auf rund 207 Tonnen – das ist das größte Zukaufsvolumen seit 2010.
  7. Die Goldförderung entwickelt sich gebremst: Der weltweite Goldabbau stieg 2018 lediglich um 1,8 Prozent gegenüber 2017 und das Fördertempo in den Minen wird sich in den nächsten fünf Jahren weiter reduzieren: Einerseits sind die Investitionen im Goldsektor zurückgegangen, andererseits haben die Bergbauunternehmen keine neuen, bedeutenden Lagerstätten mehr entdeckt.
  8. Goldaktien stechen physisches Gold mit einer Überrendite aus: Auch in den kommenden zwölf Monaten dürfte das so bleiben, weil die Inflation auf niedrigem Niveau verharrt. Da jede Goldpreissteigerung für einen erhöhten Cashflow auf Seiten der Minenunternehmen sorgt, werden deren Aktien zum effizienten Hebel auf den Goldpreis.
  9. Goldaktien sind derzeit attraktiver bewertet als in der Vergangenheit:Nordamerikanische Minenunternehmen handeln mit unterdurchschnittlichen Multiplikatoren auf P/NAV- und EV/EBITDA-Basis.
  10. Jüngste M&A-Transaktionen haben Goldaktien in den Fokus gerückt: In den vergangenen sechs Monaten fanden zwei große Abschlüsse zwischen Barrick Gold und Randgold sowie Newmont und Goldcorp statt.

So richtig und plausibel die Gründe auch sein mögen… Chancen und Risiken sind, wie bei jeder Investition, sorgsam abzuwägen.

Verschiedene Investitionsalternativen

Auf den ersten Blick gibt es also Gold und Goldminen. Bei Letzteren ist aber zu entscheiden, ob ein Index passiv abgebildet oder in eine aktive Investmentstrategie investiert werden soll. Die Grafik zeigt die Entwicklung der drei Alternativen in den vergangenen fünf Jahren.

Es ist allerdings keinesfalls ratsam einfach nur den Gewinner der Vergangenheit zu kaufen. Auch die Risikoseite muss beleuchtet werden. Zudem spielt die Integration in die bestehende Depotstruktur eine sehr wichtige Rolle.

Auf der Ebene der Gesamtvermögensstrukturierung sind weitere Kriterien zu prüfen. Handelt es sich um ein strategisches Investment oder sollen nur kurzfristig mögliche Marktchancen (und Risiken bei einem Brancheninvestment!) genutzt werden? Wie sieht es mit den steuerlichen Unterschieden zwischen physischem Gold und Wertpapieren aus?

Fazit

Die aktuelle Gemengenlage aus Nullzins, Konjunkturabkühlung und geopolitischen Themen sollte kein Grund für Kurzschlusshandlungen sein. Sie ist aber definitiv ein guter Anlass, um die langfristige Finanzplanung anzugehen und darauf aufbauend eine sinnvolle Anlagestrategie zu entwickeln.

Ein Startpunkt kann die persönliche Liquiditätsplanung sein.

Gerne stehen wir Ihnen für sämtliche Fragen zur Verfügung.

Kommentar Faktor-Portfolio – Juli 2019

By Alle Publikationen No Comments

Marktbewegung

Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie Aussichten auf eine Lockerung der Geldpolitik in den USA und Europa stützten im Juli die übergeordnete Stimmung an den Aktienmärkten. Trotz einer nur gemischt ausgefallenen Quartalsberichtssaison, wo einige – auch große – Unternehmen mit schwächeren Zahlen und Gewinnwarnungen aufwarteten, legten die Aktienmärkte weiter zu und erreichten in den USA sogar neue Rekordstände. Nachdem die Notenbanken zwar geliefert haben – die Fed senkt Zins um -0,25% und die EZB bereitet verbal eine Zinssenkung für September und Wiederaufnahme von Anleihekäufen vor – kamen die Aktienmärkte zum Monatsende wieder etwas unter Druck, da die Erwartungen an Fed und EZB wohl noch etwas höher lagen. Hinzu kam, dass nach der Wahl von Boris Johnson und dessen Konfrontationskurs zur EU die Gefahr eines chaotischen Brexits wieder gestiegen ist. In diesem Umfeld profitierte Gold und auch Bundesanleihen waren als sicherer Hafen gefragt. Die Handelsstreitigkeiten schwelen weiter im Hintergrund und auch die Konjunkturrisiken nehmen zu. Daher ist mit einem weiter volatilen Verlauf zu rechnen.

Portfoliokommentar

Nachdem die Aktienquote aufgrund der Kursgewinne stark gestiegen waren, wurde zum Monatsbeginn die Zielquote wieder hergestellt. Damit wird ein Teil der Jahresgewinne gesichert und die Aktienquote auf die strategische Gewichtung reduziert.

Ein aktuelles Factsheet der Strategie inkl. vergangener Wertentwicklung und aktueller Allokation finden Sie hier:

Performanceübersicht

Strategiedepot – Faktor Portfolio

Seit Jahresbeginn liegt die Entwicklung zum Stand 31.07.2019 bei 10,48 %

Strategiedepot – Faktor Depot

Seit Jahresbeginn liegt die Entwicklung zum Stand 31.07.2019 bei 6,75 %

Zinswahnsinn – Für Sparer und Kreditnehmer

By Alle Publikationen No Comments

Der einen Freud ist des anderen Leid. Warum keine Hoffnung auf steigende Zinsen besteht und wie sich die aktuelle Lage für Anleger und Darlehensnehmer darstellt erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die aktuelle Inflationsrate

Nach Lesart des statistischen Bundesamts sind die Konsumentenpreise in Deutschland im Juli 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent angestiegen.

Für die gesamte Eurozone beträgt die Inflation aktuell 1,1 Prozent (türkis). Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ist damit deutlich unterschritten. Die Kerninflationsrate (dunkelblau) gab jüngst wieder nach und liegt nur bei 0,9 Prozent.

Eine Anpassung der Zielgröße der Inflation wird bereits angedacht. Da die Bilanzsumme der Notenbank „erst“ bei 40 Prozent der Wirtschaftsleistung des Euroraums liegt bleibt noch viel Luft für den Erwerb von Vermögenswerten. Die Japaner sind hier bereits „fortschrittlicher“ und stehen bei 100 Prozent. Ob das eine Blaupause für die Eurozone ist?

Die erwartete Inflationsrate

Auch die marktbasierten langfristigen Inflationserwartungen für fünf Jahre in fünf Jahren gaben erneut nach und liegen mit rund 1,22 Prozent deutlich unter den Vorstellungen der Notenbank.

Im Umkehrschluss ist Inflationsschutz mittels inflationsgebundener Anleihen aktuell günstig zu erwerben. Die Implementierung in das Depot sollte allerdings nicht isoliert, sondern im Kontext der Gesamtstrategie stattfinden.

Negative Renditen bei Bundesanleihen

Derweil sind bei Anleihen „Hamsterkäufe“ festzustellen. Man bekommt den Eindruck, als würden Investoren noch schnell ihre Bestände aufstocken wollen bevor die Renditen weiter fallen. Mittlerweile notierten zeitweise sogar dreißigjährige Bundesanleihen im negativen Bereich. Zehnjährige Papiere notieren bei -0,5 Prozent.

Auch einige Namen aus dem Segment der Hochzinsanleihen werden negativ verzinst.

Kein Stress im Finanzsystem

Dies alles geschieht in einem Umfeld, das (noch?) nicht einer Rezession entspricht und der Indikator der EZB für finanziellen Stress auf niedrigem Niveau verweilt.

Was passiert erst mit den Zinsen, wenn sich dies negativ verändert? Man kann natürlich nur mutmaßen, aber fallende Zinsen scheinen dann eher wahrscheinlich als steigende. Oder ist bereits zuviel Pessimismus eingepreist?

Kaufkrafterhalt schwierig

Schon jetzt ist der Erhalt der Kaufkraft ein schwieriges Unterfangen.

Eine Professionalisierung der eigenen Anlagestrategie ist daher dringend erforderlich.

Tolle Zinsen für Hausfinanzierungen

20 Jahre feste (!) Zinsbindung und das Recht auf bis zu 10 Prozent Sondertilgung pro Jahr kosten bei einem aktuellen Fall eines Kunden (top Bonität des Darlehensnehmers, unter 60 Prozent Beleihungsauslauf) unfassbare 1,15 Prozent effektiver Jahreszins.

Natürlich schlagen sich die niedrigen Zinsen in hohen Immobilienpreisen nieder. Für Selbstnutzer erhöht dies die Ansprüche an die eigene Finanzplanung (Tilgung kommt aus versteuertem Einkommen, evtl. komplette Rückführung nicht bis Rentenbeginn möglich usw.).

Für Investoren, die Immobilien zur Kapitalanlage erwerben, bedeutet es mehr Rechenaufwand.

In unserem kostenfreien Tool zur Immobilienanalyse für Investoren können die eigenen Erwartungen abgebildet und verschiedene Szenarien durchgespielt werden.

https://ypos.xps-privatfinanz.de/StartFin.aspx

Kommentar Faktor-Portfolio – Juni 2019

By Alle Publikationen No Comments

Marktbewegung

Die Aktienmärkte haben sich im Juni weitestgehend von ihren Verlusten im Mai erholt und zeigten starke Aufschläge (Dax/EuroStoxx50 +6%, DJ +7,5%). Aussagen der führenden Notenbanken haben die Zinssenkungsfantasien der Anleger an den Kapitalmärkten weiter angeheizt. So hat EZB Präsident Mario Draghi im Mai bekräftigt, dass die Zinsen bis Mitte 2020 unverändert bleiben und sogar weitere Zinssenkungen oder eine Wiederaufnahme des Anleihenkaufprogrammes möglich erscheinen. Auch bei der US Notenbank scheint ein größerer Konsens zu bestehen, dass schon in diesem Jahr die Notwendigkeit für Zinssenkungen besteht. Daher waren im abgelaufenen Monat auch Staatsanleihen gefragt. Die 10jährige Bund-Rendite erreichte einen neuen Tiefstand bei -0,32% auch die 10J US Renditen notieren mittlerweile wieder bei knapp 2%. Gold konnte in diesem Umfeld profitieren und überschritt seit langer Zeit wieder einmal die 1.400er-Marke. Auch in den verfahrenen Handelsstreit mit China kam in Richtung Monatsende wieder Bewegung, was die Aktienmärkte zusätzlich befeuerte.  

Portfoliokommentar

Im Juni wurden keine Transaktion ausgeführt. Im Juli wurde regelbasiert ein Rebalancing auf die Zielallokation angestoßen. Nachdem die Aktienquote aufgrund der Kursgewinne stark angestiegen war, wird diese wieder auf die Zielquote zurückgeführt.

Ein aktuelles Factsheet der Strategie inkl. vergangener Wertentwicklung und aktueller Allokation finden Sie hier:

Performanceübersicht

Faktor Portfolio

Seit Jahresbeginn liegt die Entwicklung zum Stand 30.06.2019 bei 9,61 %

Faktor Depot

Seit Jahresbeginn liegt die Entwicklung zum Stand 30.06.2019 bei 6,17 %

Kommentar Faktor-Portfolio – Mai 2019

By Alle Publikationen No Comments

Marktbewegung

„Sell in May“ wäre im abgelaufenen Monat das richtige Motto gewesen. Die weltweiten Aktienmärkte zeigten im Schnitt Verluste von ca. 7% und endeten den ersten Monat in diesem Jahr negativ. So hält insbesondere die Zollpolitik von US-Präsident Trump die Aktienmärkte in Schach. D. Trump hat China vorgeworfen die laufenden Verhandlungen zu torpedieren und bereits abgesprochene Punkte nachträglich neu verhandeln zu wollen. Daraufhin wurden Sonderabgaben auf chinesische Importe im Wert von 200 Mrd. USD in Kraft gesetzt, auf die China dann entsprechend konterte. Trump nimmt auch zunehmend direkt chinesische Firmen ins Visier, was der Technologiekonzern Huawei im Mai hart zu spüren bekommen hat. Immer mehr Länder werden mit Zollforderungen der USA in die Zange genommen, sodass sich die Marktteilnehmer auf eine schrumpfende Weltkonjunktur und einen eskalierenden Handelskrieg einrichten. Mit der erhöhten Risikoaversion haben Anleger ihr Geld aus Aktien in scheinbar sichere Staatsanleihen umgeschichtet. Entsprechend markierte die 10-jährige Bundrendite bei -0,21 % ein neues Allzeittief. Auch Gold konnte in diesem Umfeld profitieren.

Portfoliokommentar

Im Mai wurde eine Transaktion ausgeführt. Der Dimensional European Value Fonds wurde gegen ein ETF ausgetauscht. Das ETF investiert in europäische Unternehmen mit defensiven Charakteristika (geringeren Kursschwankungen als der Gesamtmarkt). Diese Maßnahme soll das Portfolio nochmals robuster gestalten und Verluste in schwachen Marktphasen reduzieren. Mögliche zukünftige Kursrückgänge ermöglichen neue Chancen, um Risikopositionen antizyklisch aufzubauen und damit die Renditeerwartung zu steigern. 

Ein aktuelles Factsheet der Strategie inkl. vergangener Wertentwicklung und aktueller Allokation finden Sie hier:

Performanceübersicht

Faktor Portfolio

Seit Jahresbeginn liegt die Entwicklung zum Stand 31.05.2019 bei 6,84 %

Faktor Depot

Seit Jahresbeginn liegt die Entwicklung zum Stand 31.05.2019 bei 4,48 %

Beschreibung der enthaltenen Finanzinstrumente

ETF auf MSCI World Minimum Volatility

Der Minimum Volatility ETF investiert in weniger zyklische Sektoren, die Geschäftsmodelle der enthaltenen Unternehmen unterliegen typischerweise geringeren Schwankungen. Insbesondere im Vergleich zum globalen Aktienmarkt (MSCI Word) sollen so die erwarteten Kursschwankungen reduziert werden.

ETF auf MSCI World (Euro hedged)

Der ETF investiert in den breiten globalen Aktienmarkt (MSCI World Index). Der ETF investiert im Schwerpunkt in entwickelte Länder und umfasst eine hohe Anzahl von Aktien. Um Währungsrisiken vorzubeugen werden Fremdwährungen gegenüber dem Euro gegen Schwankungen auf monatlicher Basis abgesichert.

ETF auf MSCI World Quality Factor

Der Fonds strebt die Nachbildung der Wertentwicklung eines Index an, der aus einer Untermenge an MSCI World-Aktien besteht, die starke und stabile Gewinne aufweisen.  Im Vergleich zum globalen Aktienmarkt (MSCI Word) sollen so die erwarteten Kursschwankungen reduziert werden.

Dimensional Emerging Market Value Fund

Der Fonds hat das Ziel, die Aktienmarktrendite möglichst effizient abzubilden. Zu diesem Zweck wird eine sehr hohe Anzahl von Aktien in den Fonds gekauft. Der Fokus des Fonds liegt auf Unternehmen aus Schwellenländern. Dabei verfolgt er eine „Value“-Strategie. Dies bedeutet, dass er in Aktien von Unternehmen investiert, deren Aktienkurs zum Zeitpunkt des Kaufs im Vergleich zum bilanziellen Wert des Unternehmens niedrig ist.

Dimensional Global Short Fixed Income Fund

Der Fonds wird auf diskretionärer Basis verwaltet und investiert in qualitativ hochwertige Schuldtitel wie Anleihen, Commercial Paper sowie Schuldverschreibungen von Banken und Unternehmen mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Der Fonds wird für seine Anlagen in der Regel eine durchschnittliche Laufzeit von bis zu fünf Jahren wahren. Diese Schuldtitel werden von Regierungen, anderen öffentlichen Körperschaften und Unternehmen aus entwickelten Ländern ausgegeben. Zum Zeitpunkt des Erwerbs halten diese Schuldtitel in der Regel ein Rating der bedeutenden Rating-Agenturen von AA- oder langfristig Aa3. Wenn diese Titel auf ein niedrigeres Rating herabgestuft werden, können sie verkauft werden, wenn dies im besten Interesse des Fonds ist.

iShares $ Treasury Bond 7-10yr

Der ETF bildet US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit zwischen 7 und 10 Jahren ab. Die Staatsanleihen mittelfristiger Laufzeit werden im US-Dollar erworben, wodurch das Portfolio zusätzlich diversifiziert wird.

Xtrackers II Global Inflation-Linked Bond UCITS ETF

Das Anlageziel besteht darin, die Wertentwicklung des Bloomberg Barclays World Government Inflation-Linked Bond Index (der Index) abzubilden. Der ETF soll die Wertentwicklung inflationsgebundener handelbarer Schuldtitel (Anleihen) abbilden, die von Regierungen bestimmter Industrieländer begeben werden.

Metzler Euro Liquidity

Es handelt sich um ein Geldmarkt-Instrument, der Fonds legt seine Anlage in Bankguthaben und Geldmarktinstrumente erstklassiger in- und ausländischer Emittenten an.

Ampega Reserve Rentenfonds P

Der Fonds legt sein Vermögen überwiegend in auf Euro lautende Termingelder, Bankguthaben, Geldmarktpapiere, Festzinsanleihen sowie variabel verzinsliche Wertpapiere mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 24 Monaten an. Ziel ist es, eine möglichst hohe laufende Rendite bei geringem Kursrisiko zu erzielen.

Bankguthaben EUR

Hierbei handelt es sich um reale Liquidität, die auf dem Verrechnungskonto geführt wird. Der Sinn einer Liquiditätsreserve liegt zum einen in der Risikodiversifikation, ein anderer Zweck der Liquiditätsreserve ist die taktische Komponente der Anlageklassensteuerung.

YPOS Kapitalmarkt-Dialog – 06. August 2019 um 18:00 Uhr

By Alle Publikationen No Comments

Konjunkturdaten, volkswirtschaftliches Umfeld, Anlageklassen und Portfoliokonstruktion. Der YPOS Kapitalmarkt-Dialog bietet Ihnen monatlich einen Überblick zu den wichtigsten Trends und Hintergründen an den internationalen Kapitalmärkten. Ersparen Sie sich viel Zeit und Lektüre von Wirtschaftsnachrichten und nutzen Sie unsere gesammelten Informationen. Am Ende des Webinars besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu richten.

Die nächste Webkonferenz „YPOS Kapitalmarkt-Dialog“, findet am Dienstag, 06. August 2019 um 18.00 Uhr statt. Die Dauer beträgt ca. 60 Minuten.

Sofern Sie an unserem Webinar nicht live teilnehmen können,melden Sie sich bitte trotzdem an. Sie erhalten dann automatisch einen Videomitschnitt per Email.

Die Themen im Überblick:
1. Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Konjunktur
2. Renditen und Risiken verschiedener Anlageklassen
3. Markteinschätzung und Anlagepraxis
4. Denkanstöße für die Finanz- und Ruhestandsplanung

href="#" data-color-override="false" data-hover-color-override="false" data-hover-text-color-override="#fff">Button Text

Bitte beachten Sie: Die Teilnehmerzahl für dieses Webinar ist auf 100 Personen begrenzt. Melden Sie sich daher bitte zeitnah an.

Was uns die Krisenindikatoren sagen

By Alle Publikationen No Comments

Die weltweite Verschuldung erreicht immer neue Höchststände. Diese sind nur mit niedrigen Zinsen tragbar und belasten das Wachstumspotential. Der hohe Schuldenstand macht unser System anfälliger für neue Finanz- und Wirtschaftskrisen. 

Der Unsicherheitsindex misst das Niveau der politischen Unsicherheit. In den letzten Jahren nimmt diese immer weiter zu. Dahinter stecken gesellschaftliche Themen mit großer Sprengkraft. Das Auseinanderdriften der Gesellschaft führt zu einer steigenden Unzufriedenheit. Diese führt zu extremen Wahlausgängen und damit seigender Unsicherheit. 

Das Finanzsystem ist global durch hohe Schulden und niedrige Zinsen geprägt. Dabei kommt der wirtschaftliche Aufschwung langsam in die Jahre und wird anfällig. Die politischen Unsicherheiten nehmen durch Akteure wie Präsident Trump zu. Das Konfliktpotential ist durch die radikaleren Kräfte in den Regierungen (USA, Ungarn, Polen, Italien, Portugal, Griechenland usw.) gestiegen. Am Beispiel des Handelsstreits zwischen den USA und China, kann man gut die negativen Folgen für die Wirtschaft erkennen. Das Risiko von politischen Krisen steigt mit den zunehmenden populistischen Strömungen weiter an. 

Der Kapitalmarkt ist in Teilbereichen bereits angespannt. Die Auffassung, dass die Notenbanken bei Bedarf erneut zur Rettung eilen ist jedoch dominant. In den USA werden vom Kapitalmarkt bereits im Juli Zinssenkungen erwartet. Die Grafik unten zeigt die Risikoaversion des Kapitalmarktes, je höher der Prozentsatz steigt, je größer die Risikoaversion.  

Fazit für Anleger 

Im globalen Niedrigzinsumfeld gilt es, eine, auf die individuellen Anforderungen abgestimmte, Mischung an Vermögenswerten im Portfolio halten. Die Risken sind in der aktuellen späten Phase des Konjunkturzyklus’ vielseitig und sollten entsprechend adressiert werden. Die Asset-Allokation sollte aktuell an die potenziellen Risiken angepasst werden. Dazu gehör, vereinfacht gesprochen, eine Mischung an Aktien, Anleihen, Gold und Barreserven. Diese sind, je nach individuellem Risikoprofil, so zu gewichten, dass ein robustes Portfolio entsteht. Auf der Aktien- und Anleiheseite favorisieren wir taktisch Anlagen mit defensiveren Charakteristika. Ein solches Portfolio wird sich auch in schwierigen Zeiten robust entwickeln und durch aktives Management können mittelfristige Chancen am Kapitalmarkt genutzt werden.  

Für detaillierte Informationen zu unseren Produkten und Dienstleistungen sprechen Sie und gerne an.  

YPOS Kapitalmarkt-Dialog – 24. Juni 2019 um 18:00 Uhr

By Alle Publikationen No Comments

Konjunkturdaten, volkswirtschaftliches Umfeld, Anlageklassen und Portfoliokonstruktion. Der YPOS Kapitalmarkt-Dialog bietet Ihnen monatlich einen Überblick zu den wichtigsten Trends und Hintergründen an den internationalen Kapitalmärkten. Ersparen Sie sich viel Zeit und Lektüre von Wirtschaftsnachrichten und nutzen Sie unsere gesammelten Informationen. Am Ende des Webinars besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu richten.

Die nächste Webkonferenz „YPOS Kapitalmarkt-Dialog“, findet am Montag, 24. Juni 2019 um 18.00 Uhr statt. Die Dauer beträgt ca. 60 Minuten.

Sofern Sie an unserem Webinar nicht live teilnehmen können,melden Sie sich bitte trotzdem an. Sie erhalten dann automatisch einen Videomitschnitt per Email.

Die Themen im Überblick:
1. Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Konjunktur
2. Renditen und Risiken verschiedener Anlageklassen
3. Markteinschätzung und Anlagepraxis
4. Denkanstöße für die Finanz- und Ruhestandsplanung

href="#" data-color-override="false" data-hover-color-override="false" data-hover-text-color-override="#fff">Button Text

Bitte beachten Sie: Die Teilnehmerzahl für dieses Webinar ist auf 100 Personen begrenzt. Melden Sie sich daher bitte zeitnah an.