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Kommentar Faktor-Portfolios – Februar 2020

By Alle Publikationen No Comments

Marktentwicklung

War der Monatsanfang noch von steigenden Aktienmärkten geprägt, änderte sich das schlagartig als das Coronavirus in Europa angekommen ist. Mit der neuerlichen Ausbreitung wächst die Angst vor einem Absturz der Weltkonjunktur. Dementsprechend haben die weltweiten Aktienmärkte mit hoher Volatilität und Verlusten reagiert. Der Dax verbuchte mit einem Abschlag von 12,44% den größten Wochenverlust seit der Finanzkrise. Der Dow Jones musste punktemäßig den größten Intraday-Rutsch aller Zeiten hinnehmen. Auf Monatsbasis verbleibt an den Aktienmärkten im Schnitt ein Minus von ca. 8%. Auch der Ölpreis ging um ca. 12% zurück und hat seit Jahresanfang schon knapp 20% verloren. Anleihen profitierten als sicherer Hafen – so haben bspw. 10jährige US Anleihen mit 1,16% ein neues Renditetief erreicht. Die Anleger erwarten ein baldiges Eingreifen der großen Notenbanken, wobei der US Notenbank der größte Spielraum eingeräumt wird. Das schwächte den US Dollar ggü. dem Euro um ca. 2%. Gold konnte zuerst seinem Ruf als Krisenschutz alle Ehre machen und stieg auf Sechsjahreshoch, bevor Gewinnmitnahmen den Preis wieder auf Monatsanfangsniveau drückten. Für die nächste Zeit ist weiter mit einem volatilen Verlauf zu rechnen.

Portfoliokommentar

Faktor Portfolio

Die Verteilung des Vermögens der Strategie „Faktor Portfolio“ orientiert sich an der angestrebten strategischen Gewichtung von 65 Prozent Aktien zu 35 Prozent Geldmarkt bzw. festverzinslichen Wertpapieren. Das Strategiedepot „Faktor Portfolio“ erzielte im Verlauf des vergangenen Monats eine Rendite in Höhe von -3,90 Prozent. Im vergangenen Monat wurden keine Transaktionen durchgeführt. Aufgrund der besonderen Situation an den Kapitalmärkten wurde das Rebalancing bisher nicht durchgeführt.

Faktor Depot

Die Verteilung des Vermögens der Strategie „Faktor Depot“ orientiert sich an der angestrebten strategischen Gewichtung von 40 Prozent Aktien zu 60 Prozent Geldmarkt bzw. festverzinslichen Wertpapieren. Das Strategiedepot „Faktor Depot“ erzielte im Verlauf des vergangenen Monats eine Rendite in Höhe von -2,21 Prozent. Im vergangenen Monat wurden keine Transaktionen durchgeführt. Aufgrund der besonderen Situation an den Kapitalmärkten wurde das Rebalancing bisher nicht durchgeführt.

Ein aktuelles Factsheet der Strategie inkl. vergangener Wertentwicklung und aktueller Allokation finden Sie hier:

Performanceübersicht

Faktor Portfolio

Seit Jahresbeginn liegt die Entwicklung zum Ende des letzten Monats bei -3,36 Prozent

Faktor Depot

Seit Jahresbeginn liegt die Entwicklung zum Ende des letzten Monats bei -1,5 Prozent

Beschreibung der enthaltenen Finanzinstrumente

ETF auf MSCI World Minimum Volatility

Der Minimum Volatility ETF investiert in weniger zyklische Sektoren, die Geschäftsmodelle der enthaltenen Unternehmen unterliegen typischerweise geringeren Schwankungen. Insbesondere im Vergleich zum globalen Aktienmarkt (MSCI Word) sollen so die erwarteten Kursschwankungen reduziert werden.

ETF auf MSCI World Quality Factor

Der Fonds strebt die Nachbildung der Wertentwicklung eines Index an, der aus einer Untermenge an MSCI World-Aktien besteht, die starke und stabile Gewinne aufweisen. Im Vergleich zum globalen Aktienmarkt (MSCI Word) sollen so die erwarteten Kursschwankungen reduziert werden.

ETF auf MSCI World (Euro hedged)

Der ETF investiert in den breiten globalen Aktienmarkt (MSCI World Index). Der ETF investiert im Schwerpunkt in entwickelte Länder und umfasst eine hohe Anzahl von Aktien. Um Währungsrisiken vorzubeugen werden Fremdwährungen gegenüber dem Euro gegen Schwankungen auf monatlicher Basis abgesichert.

Dimensional European Value Fund

Der Fonds hat das Ziel, die Aktienmarktrendite möglichst effizient abzubilden. Zu diesem Zweck wird eine sehr hohe Anzahl von Aktien in den Fonds gekauft. Der Fokus des Fonds liegt auf europäischen Unternehmen. Dabei verfolgt er eine „Value“-Strategie. Dies bedeutet, dass Aktien von Unternehmen gekauft werden, deren Aktienkurs zum Zeitpunkt des Kaufs im Vergleich zum bilanziellen Wert des Unternehmens niedrig ist.

Dimensional Emerging Market Value Fund

Der Fonds hat das Ziel, die Aktienmarktrendite möglichst effizient abzubilden. Zu diesem Zweck wird eine sehr hohe Anzahl von Aktien in den Fonds gekauft. Der Fokus des Fonds liegt auf Unternehmen aus Schwellenländern. Dabei verfolgt er eine „Value“-Strategie. Dies bedeutet, dass er in Aktien von Unternehmen investiert, deren Aktienkurs zum Zeitpunkt des Kaufs im Vergleich zum bilanziellen Wert des Unternehmens niedrig ist.

Dimensional Global Targeted Value Fund

Der Fonds wird auf diskretionärer Basis verwaltet und investiert vornehmlich in Aktien von kleineren Unternehmen aus entwickelten Ländern weltweit. Der Fonds investiert in die Aktien kleinerer Unternehmen. Dabei verfolgt er eine „Value“-Strategie. Dies bedeutet, dass er in die Aktien von Unternehmen investiert, bei denen der Aktienkurs zum Zeitpunkt des Kaufs im Vergleich zum bilanziellen Wert des Unternehmens niedrig ist.

Dimensional Global Short Fixed Income Fund

Der Fonds wird auf diskretionärer Basis verwaltet und investiert in qualitativ hochwertige Schuldtitel wie Anleihen, Commercial Paper sowie Schuldverschreibungen von Banken und Unternehmen mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren. Der Fonds wird für seine Anlagen in der Regel eine durchschnittliche Laufzeit von bis zu fünf Jahren wahren. Diese Schuldtitel werden von Regierungen, anderen öffentlichen Körperschaften und Unternehmen aus entwickelten Ländern ausgegeben. Zum Zeitpunkt des Erwerbs halten diese Schuldtitel in der Regel ein Rating der bedeutenden Rating-Agenturen von AA- oder langfristig Aa3. Wenn diese Titel auf ein niedrigeres Rating herabgestuft werden, können sie verkauft werden, wenn dies im besten Interesse des Fonds ist.

iShares $ Treasury Bond 7-10yr

Der ETF bildet US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit zwischen 7 und 10 Jahren ab. Die Staatsanleihen mittelfristiger Laufzeit werden im US-Dollar erworben, wodurch das Portfolio zusätzlich diversifiziert wird.

Xtrackers II Global Inflation-Linked Bond UCITS ETF

Das Anlageziel besteht darin, die Wertentwicklung des Bloomberg Barclays World Government Inflation-Linked Bond Index (der Index) abzubilden. Der ETF soll die Wertentwicklung inflationsgebundener handelbarer Schuldtitel (Anleihen) abbilden, die von Regierungen bestimmter Industrieländer begeben werden.

Metzler Euro Liquidity

Es handelt sich um ein Geldmarkt-Instrument, der Fonds legt seine Anlage in Bankguthaben und Geldmarktinstrumente erstklassiger in- und ausländischer Emittenten an.

Ampega Reserve Rentenfonds P

Der Fonds legt sein Vermögen überwiegend in auf Euro lautende Termingelder, Bankguthaben, Geldmarktpapiere, Festzinsanleihen sowie variabel verzinsliche Wertpapiere mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 24 Monaten an. Ziel ist es, eine möglichst hohe laufende Rendite bei geringem Kursrisiko zu erzielen.

Bankguthaben EUR

Hierbei handelt es sich um reale Liquidität, die auf dem Verrechnungskonto geführt wird. Der Sinn einer Liquiditätsreserve liegt zum einen in der Risikodiversifikation, ein anderer Zweck der Liquiditätsreserve ist die taktische Komponente der Anlageklassensteuerung.

#stayathome – Unsere Onlinekonferenzen in Zeiten von Corona

By Alle Publikationen No Comments

Update Kapitalmärkte und Einschätzung der aktuellen Situation

Freitag, 27.03., 03.04., 10.04., 17.04.

Jeden Freitag um 12 Uhr werden wir unseren Kunden, aber auch allen Interessenten, in gewohnt anschaulicher und übersichtlicher Weise die wichtigsten Marktentwicklungen darstellen.

Vor allem wird es aber auch um die Frage gehen: Was bedeutet das für Anleger…

Corona, Hilfspakete und Helikoptergeld – Wo trifft die Krise Sparer, Versicherte und Anleger?

Am Mittwoch, den 25. März um 16 Uhr

Die geplanten Hilfspakete für Unternehmen und Selbstständige in Deutschland, aber auch in den USA und anderen Ländern sind absolut notwendig. Zusätzlich hat die Corona-Krise an den Kapitalmärkten zu deutlichen Verwerfungen geführt. Stellt sich also die Frage, welche Konsequenzen sich für Sparguthaben und die Altersvorsorge in Form von Versicherungen und Kapitalanlagen ergeben.

Kontoguthaben – Einlagensicherung, Risiken, Handlungsalternativen

Die geplanten Hilfspakete für Unternehmen und Selbstständige in Deutschland, aber auch in den USA und anderen Ländern sind absolut notwendig. Zusätzlich hat die Corona-Krise an den Kapitalmärkten zu deutlichen Verwerfungen geführt. Stellt sich also die Frage, welche Konsequenzen sich für Sparguthaben und die Altersvorsorge in Form von Versicherungen und Kapitalanlagen ergeben.

Jetzt Immobilien kaufen? – Dalehenszinsen, Marktentwicklung & Co.

Bei vielen Menschen mit Vermögen lösen die angekündigten Hilfspakete und die Aussicht auf schwindelerregende zusätzliche Geldmengen Angst vor Inflation aus. Gleichzeitig ist damit zu rechnen, dass Immobilien auf den Markt kommen, weil Darlehen nicht mehr bedient werden können?! Und wie geht es mit den Baufinanzierungszinsen weiter?

#stayathome – Unsere Onlinekonferenzen in Zeiten von Corona

By Alle Publikationen No Comments

Update Kapitalmärkte und Einschätzung der aktuellen Situation

Freitag, 08.05., 15.05., 22.05., 29.05. jeweils um 12 Uhr

Jeden Freitag um 12 Uhr werden wir unseren Kunden, aber auch allen Interessenten, in gewohnt anschaulicher und übersichtlicher Weise die wichtigsten Marktentwicklungen darstellen.

Vor allem wird es aber auch um die Frage gehen: Was bedeutet das für Anleger…

Geänderte Großwetterlage am Kapitalmarkt

By Alle Publikationen No Comments

Die Großwetterlage an den internationalen Kapitalmärkten hat sich innerhalb kürzester Zeit verändert. Dementsprechend sind auch die, seit der Finanzkrise erlernten, Denkmuster und Erklärungsansätze von Ursache und Wirkung vorerst nicht mehr gültig. Wie die Maßnahmen von Notenbanken und Staaten nun eingeordnet werden und warum wir nach der aktuellen Börsenpanik wieder im Anlagenotstand enden werden erläutert Herr Leichtweiß in diesem Video.     

Corona & Co. – Wichtiges Update für Anleger

By Alle Publikationen No Comments

Die aktuelle Woche ist von den starken Preisbewegungen an den Aktienmärkten und der medialen Präsenz der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus geprägt. In diesem Video werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und betrachten auch die langfristigen Konsequenzen.

Für Rückfragen oder ein persönliches Beratungsgespräch stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Der Preis der Sicherheit ist jüngst wieder gestiegen

By Alle Publikationen, Inflationscheck No Comments

Das Coronavirus sorgt für Unsicherheit. Sichere Staatsanleihen konnten davon profitieren. Im Umkehrschluss sind deren Renditen gefallen. Verwahrgebühren auf Kontoguthaben bleiben damit auf absehbare Zeit ein Thema. Da die Inflation konstant geblieben ist liegt der Realzins für fünfjährige Bundesanleihen aktuell bei minus 2,5 Prozent pro Jahr.

Inflationsscheck zeigt weiterhin finanzielle Repression

Nach Lesart des statistischen Bundesamts sind die Konsumentenpreise in Deutschland im Februar 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent angestiegen. Gleichzeitig sind die Renditen von deutschen Bundesanleihen (sicherer Hafen) gefallen und die Renditen von Hochzinsanleihen (Ausfallrisiko steigt bei schwächerer Konjunktur) gestiegen.

An der strategischen Perspektive hat sich nichts geändert: Die Renditen von sicheren Vermögensanlagen rentierten unterhalb der Inflationsrate und Vermögensklassen mit der Chance auf einen langfristigen Erhalt der Kaufkraft sind, insbesondere bei kurzfristigen Betrachtungszeiträumen, mit erheblichen Preisschwankungen verbunden.

Die Qualitätsansprüche an die Herleitung und Umsetzung der Anlagestrategie werden damit in der Zukunft massiv an Bedeutung gewinnen.

Inflationserwartungen sind gefallen

Die marktbasierten langfristigen Inflationserwartungen für fünf Jahre in fünf Jahren für die USA und die Eurozone sind jüngst gefallen. Sie betragen aktuell 1,1 Prozent. Dieser Rückgang dürfte der allgemeinen Verunsicherung geschuldet sein. Der Markt interpretiert die Folgen des Coronavirus also eher disinflationär. Dies passt auch zu der positiven Kursentwicklung der Staatsanleihen.

Die gefallenen Inflationserwartungen dürften eine expansive Geldpolitik begünstigen. Jegliche geldpolitische Maßnahme wird sicher auch auf die gefallenen Inflationserwartungen verweisen. Aus der Perspektive der Kapitalmärkte ist dies kurzfristig positiv. Langfristig gehen damit die allseits bekannten Probleme zu niedriger Zinsen einher.

Schäden und Gegenmaßnahmen nicht seriös abzuschätzen

Allgemein scheint es mittlerweile offensichtlich zu sein, dass das Coronavirus einen großen wirtschaftlichen Schaden verursachen wird. Allerdings sind weder die genaue Höhe, noch die Folgewirkungen oder die zeitliche Dauer der konjunkturellen Belastung seriös abzuschätzen. Genauso unsicher sind die Geld- und fiskalpolitischen Gegenmaßnahmen von Seiten der Notenbanken und Staaten zu antizipieren. Die Marktteilnehmer erwarten, dass etwas passiert, aber was genau, ist nicht absehbar.

„Sichere“ Häfen in der kurzfristigen Betrachtung

In der sehr kurzfristigen und isolierten Betrachtung der Stressphase konnten die, teils ungeliebten Staatsanleihen, mal wieder überzeugen. Während der Aktienmarkt (rot) 12 Prozent verlor und Gold (blau) um 5 Prozent nachgab, konnten die US-Staatsanleihen (türkis) mit einem Kursgewinn punkten. Deutsche Bundesanleihen gleicher Laufzeit sind rund 2 Prozent gestiegen.

Auch in dieser Stressphase an den Aktienmärkten wurde deutlich, dass ein diversifiziertes Portfolio Vorteile bietet. Hierbei sollte nicht nur in unterschiedliche Vermögensklassen investiert werden. Auch die Investitionsstile sollten sich unterscheiden.

Vermögensstrukturierung – Ein Ausgangspunkt für Überlegungen

Niemand kennt die Zukunft. Ein neutraler Ausgangspunkt für weitere (!) Überlegungen ist daher die gleichgewichtete Verteilung auf die beiden großen Vermögensklassen Geld- und Sachwerte. Innerhalb dieser Töpfe ist dann wiederum eine angemessene Risikostreuung vorzunehmen.

Die aktuellen Bewegungen an den Kapitalmärkten sollten nicht zu hektischem handeln führen. Typischerweise ist das Fehlerpotential in diesen Marktphasen recht hoch. Dennoch sind die aktuellen Rückgänge ein guter Ansatzpunkt, um sich mit der strategischen Ausrichtung des Depots und der vorhandenen Risikostreuung auseinanderzusetzen.

Gerne stehen wir Ihnen hierzu als Ansprechpartner zur Verfügung.

Kaufpanik im Supermarkt, Verkaufspanik am Aktienmarkt

By Alle Publikationen No Comments

In einer Welt ohne Zinsen bestehen positive Renditen ausschließlich aus Risikoprämien. Ohne Risiken liegt die Ertragserwartung bei null. Der Schmerz (Kursverlust) zum Zeitpunkt ist also der Preis für die Rendite über den Zeitraum. Die aktuell starken Kursrückgänge sind daher ein guter Zeitpunkt, um sich mit der eigenen Anlagestrategie zu beschäftigen. Nicht um prozyklisch zu reagieren, sondern die langfristige Ausrichtung zu überdenken.

Kommentar Faktor-Portfolios – Januar 2020

By Alle Publikationen No Comments

Marktbewegung

Im Januar schien sich die positive Aktienmarktentwicklung des Vorjahres zunächst fortzuschreiben – teilweise wurden neue Allzeit-Höchststände erreicht. Unverändert gibt es zwei wesentliche Treiber für die Kursanstiege. Zum einen die Erleichterung im amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt sowie die Hoffnung, dass die Notenbanken in Krisensituationen weiter expansiv Geld in die Märkte pumpen. Sorgen vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus brachten die Märkte dann kräftig unter Druck, da mit negativen Folgen für die Weltwirtschaft gerechnet wurde, was insbesondere auch die Ölpreise (ca. -15%) belastete. Der Ausbruch des Corona-Virus beeinflusste insbesondere den chinesischen Aktienmarkt – der Hang Seng verlor im Januar ca. 7,75%. Die europäischen Märkte entwickelten sich mit -2 bis -3% ebenfalls negativ, während die US-Märkte den abgelaufenen Monat noch positiv beenden konnten. Die Rentenmärkte profitierten und auch Gold konnte mit einem Anstieg von 4,5% punkten. Trotz großer Unsicherheit bezüglich Ausbreitung und Gefahren des Virus ist bisher noch keine ganz große Panik am Markt aufgekommen. Vielmehr wurden die Kursrückgänge als Chance für einen Einstieg in den Aktienmarkt gesehen.

Portfoliokommentar

Faktor Portfolio

Die Verteilung des Vermögens der Strategie „Faktor Portfolio“ orientiert sich an der angestrebten strategischen Gewichtung von 65 Prozent Aktien zu 35 Prozent Geldmarkt bzw. festverzinslichen Wertpapieren. Das Strategiedepot „Faktor Portfolio“ erzielte im Verlauf des vergangenen Monats eine Rendite in Höhe von 0,56 Prozent. Im vergangenen Monat wurden keine Transaktionen durchgeführt.

Faktor Depot

Die Verteilung des Vermögens der Strategie „Faktor Depot“ orientiert sich an der angestrebten strategischen Gewichtung von 40 Prozent Aktien zu 60 Prozent Geldmarkt bzw. festverzinslichen Wertpapieren. Das Strategiedepot „Faktor Depot“ erzielte im Verlauf des vergangenen Monats eine Rendite in Höhe von 0,72 Prozent. Im vergangenen Monat wurden keine Transaktionen durchgeführt.

Ein aktuelles Factsheet der Strategie inkl. vergangener Wertentwicklung und aktueller Allokation finden Sie hier:

Performanceübersicht

Faktor Portfolio

Seit Jahresbeginn liegt die Wertentwicklung zum Ende des letzen Monats bei 0,56%

Faktor Depot

Seit Jahresbeginn liegt die Wertentwicklung zum Ende des letzen Monats bei 0,72%

Beschreibung der enthaltenen Finanzinstrumente

ETF auf MSCI World Minimum Volatility

Der Minimum Volatility ETF investiert in weniger zyklische Sektoren, die Geschäftsmodelle der enthaltenen Unternehmen unterliegen typischerweise geringeren Schwankungen. Insbesondere im Vergleich zum globalen Aktienmarkt (MSCI Word) sollen so die erwarteten Kursschwankungen reduziert werden.

ETF auf MSCI World Quality Factor

Der Fonds strebt die Nachbildung der Wertentwicklung eines Index an, der aus einer Untermenge an MSCI World-Aktien besteht, die starke und stabile Gewinne aufweisen. Im Vergleich zum globalen Aktienmarkt (MSCI Word) sollen so die erwarteten Kursschwankungen reduziert werden.

ETF auf MSCI World (Euro hedged)

Der ETF investiert in den breiten globalen Aktienmarkt (MSCI World Index). Der ETF investiert im Schwerpunkt in entwickelte Länder und umfasst eine hohe Anzahl von Aktien. Um Währungsrisiken vorzubeugen werden Fremdwährungen gegenüber dem Euro gegen Schwankungen auf monatlicher Basis abgesichert.

Dimensional Emerging Market Value Fund

Der Fonds hat das Ziel, die Aktienmarktrendite möglichst effizient abzubilden. Zu diesem Zweck wird eine sehr hohe Anzahl von Aktien in den Fonds gekauft. Der Fokus des Fonds liegt auf Unternehmen aus Schwellenländern. Dabei verfolgt er eine „Value“-Strategie. Dies bedeutet, dass er in Aktien von Unternehmen investiert, deren Aktienkurs zum Zeitpunkt des Kaufs im Vergleich zum bilanziellen Wert des Unternehmens niedrig ist.

iShares $ Treasury Bond 7-10yr

Der ETF bildet US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit zwischen 7 und 10 Jahren ab. Die Staatsanleihen mittelfristiger Laufzeit werden im US-Dollar erworben, wodurch das Portfolio zusätzlich diversifiziert wird.

Xtrackers II Global Inflation-Linked Bond UCITS ETF

Das Anlageziel besteht darin, die Wertentwicklung des Bloomberg Barclays World Government Inflation-Linked Bond Index (der Index) abzubilden. Der ETF soll die Wertentwicklung inflationsgebundener handelbarer Schuldtitel (Anleihen) abbilden, die von Regierungen bestimmter Industrieländer begeben werden.

Metzler Euro Liquidity

Es handelt sich um ein Geldmarkt-Instrument, der Fonds legt seine Anlage in Bankguthaben und Geldmarktinstrumente erstklassiger in- und ausländischer Emittenten an.

Bankguthaben EUR

Hierbei handelt es sich um reale Liquidität, die auf dem Verrechnungskonto geführt wird. Der Sinn einer Liquiditätsreserve liegt zum einen in der Risikodiversifikation, ein anderer Zweck der Liquiditätsreserve ist die taktische Komponente der Anlageklassensteuerung.

YPOS Inflationscheck zeigt finanzielle Repression – Ausweg Risikoprämien?

By Alle Publikationen, Inflationscheck No Comments

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Januar auf 1,7 Prozent gestiegen. Aufgrund der beschlossenen Maßnahmen zum Klimaschutz erwartet die Bundesbank ab 2021 steigende Inflationsraten für Verbraucher. Im Gegensatz dazu macht der Blick auf die Inflationserwartungen für die Eurozone wenig Hoffnung auf steigende Zinsen.

Vermögensklassen im Inflationscheck

Die finanzielle Repression mag zwar als Thema aus den Schlagzeilen und Bestsellerlisten verschwunden sein, aber solange Zinsen und Renditen unterhalb der offiziellen Inflationsrate liegen ist sie in der Realität präsenter denn je.

Die anhaltende Niedrigzinsphase belastet nicht nur private und betriebliche Anleger. Auch die kapitalgedeckte Altersvorsorge ist stark betroffen. Insbesondere in Deutschland ist diese typischerweise sehr zinsbasiert aufgebaut. Die Suche nach Alternativen für die fehlenden Zinsen geht also auf jeder Ebene weiter.

Vergessen Sie Zinsen, denken Sie in Risikoprämien

An dieser Stelle sei daran erinnert, dass sich Renditen aus Risikoprämien zusammensetzen. Ohne (bzw. negativen) „sicheren“ Zins besteht die Renditeerwartung vollständig aus Prämien für eingegangene Risiken. Letzteres sollten vom Anleger verstanden werden. Die Grafik zeigt einen schematischen Aufbau.

Innerhalb der Vermögensklassen sind weitere Faktoren maßgeblich. Zudem spielt Illiquidität eine Rolle. Die Verteilung des Kapitals auf die verfügbaren Anlageklassen sollte daher die relative und absolute Attraktivität der Risikoprämien der verschiedenen Vermögensklassen berücksichtigen.

Die Investition in eine kapitalbildende Versicherung oder der Kauf eines Fonds löst das Problem nur oberflächlich, da die Entscheidung auf eine andere Ebene (den Produktanbieter) delegiert wird.

Inflationserwartung spricht gegen Zinswende

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist dabei vieles zu überprüfen. Zuviel Hoffnung sollten sich Anleger allerdings nicht machen. Schließlich ist die langfristige Inflationserwartung ein wichtiger Indikator für die zukünftige Geldpolitik.

Mit einem Wert von unter 1,3 Prozent ist kein Aufwärtsdruck für Zinsen zu erwarten. Wir gehen weiterhin von der Blaupause Japan (Zinsen bleiben niedrig) bei gleichzeitig höherer politischer Unsicherheit (Europa ist sehr heterogen) aus.

Was bedeutet das für Anleger?

Ich bin kein Freund von „Kaufen Sie x und Ihr Anlageproblem ist gelöst“ Antworten. Einfache Antworten sind zwar beliebt, aber spätestens in Stressphasen zeigt sich der bei der Herleitung der Anlagestrategie ersparte Zeitaufwand in schädlichem Anlegerverhalten.

Daher lautet meine Empfehlung sich an den folgenden Schritten zu orientieren:

  1. Erfassen Sie Ihren Vermögensstatus (Vermögen und Verbindlichkeiten)
  2. Erstellen Sie eine Liquiditätsplanung und Differenzieren Sie dann zwischen Rücklage und Kapitalanlage
  3. Ermitteln Sie Ihre finanzielle Risikobereitschaft für die Kapitalanlage
  4. Ermitteln Sie welche Risikotragfähigkeit Sie aufgrund der Lebensplanung (wann wird wie viel Geld benötigt?) haben
  5. Definition Sie den Anlagehorizont für die Kapitalanlage
  6. Treffen Sie Annahmen für die langfristigen Ertragserwartungen der verschiedenen Vermögensklassen
  7. Betrachten Sie, wie sich die geplante Anlagestrategie in historischen Kapitalmarktkrisen verhalten hat
  8. Beantworten Sie die wichtigsten Umsetzungsfragen:

a) Aktive Manager vs. Passive Indexfonds – Wo macht was Sinn?

b) Risikomanagement und taktische Eingriffe – Notwendigkeit vs. Gewissensberuhigung

c) Berücksichtigung steuerlicher Aspekte (Abgeltungsteuer, Investmentsteuerreform)

Die Berücksichtigung der genannten Schritte erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die am Kapitalmarkt verfügbaren Risikoprämien auch vereinnahmt werden. Zudem sorgt eine aktive Auseinandersetzung mit den verschiedenen Dimensionen der Geldanlage auch für weniger emotionalen Stress.

Gerne stehen wir Ihnen für Rückfragen zur Verfügung.

Inflationscheck zeigt finanzielle Repression – Ausweichmanöver und Problemstellungen

By Alle Publikationen, Inflationscheck, Markteinschätzung No Comments

Nach Lesart des statistischen Bundesamts sind die Konsumentenpreise in Deutschland im Dezember 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 Prozent angestiegen. Aus der Anlegerperspektive betrachtet befinden wir uns weiterhin in der finanziellen Repression, da Zinsen und Renditen unterhalb der offiziellen Inflationsrate liegen. Fehlerpotential und Beratungsbedarf bleiben auf einem hohen Niveau.

Vermögensklassen im Inflationscheck

Bei einer Rendite von -0,55 Prozent für fünfjährige deutsche Bundesanleihen ergibt sich ein rechnerischer Kaufkraftverlust von 2 Prozent. Einzig Hochzinsanleihen weisen auf Basis der aktuellen Einkaufsrenditen eine positive Rendite nach Steuern und Inflation aus. Hierbei sind jedoch die entsprechenden Laufzeit- und erhöhten Kreditrisiken zu berücksichtigen. Mögliche starke Preisbewegungen bei veränderter Liquiditäts- oder Konjunkturlage sind hier nicht zu unterschätzen.

Ausweichmanöver und Problemstellungen

Ausweichmanöver institutioneller Anleger in Richtung nicht börsennotierter Schuldinstrumente (private Debt) sind daher nachvollziehbar, aber sicherlich auch mit Fallstricken behaftet. Gleiches gilt für Private Equity und Infrastrukturinvestments. Fraglich ist hier, ob Illiquidität, wie in der Vergangenheit, noch eine positive Prämie darstellt oder bereits ein Aufschlag anfällt.

Bei privaten Anlegern ist der Beratungsbedarf noch größer. Hier zeigen sich zwei große Probleme:

  1. Es wurde noch gar nicht erkannt, dass die Renditeerwartung der aktuellen Anlagestrategie nicht ausreicht, um die finanziellen Ziele zu erreichen. Damit verändert sich beispielsweise der mögliche Lebensstandard im Alter, der vorgezogene Ruhestand verschiebt sich nach hinten oder der gewünschte Vermögenserhalt zu Gunsten der Kinder wird nicht erreicht.
  2. Die Suche nach Anlageprodukten die einen gedanklichen „Zinsersatz“ darstellen sind in der Realität Prämien für eingegangen Risiken. Beispielsweise sind dies Bonitäts, Laufzeit und Illiquiditätsprämien. Auch Optionserträge sind keine klassischen Zinsen und haben besondere Charakteristika, die es zu berücksichtigen gilt. Allgemein formuliert sollten die „neuen“ Risiken vor der Investition in die Anlagestrategie eingeordnet werden. Zudem stellt sich die Frage, ob die absolute Vergütung der eingegangen Risiken attraktiv ist.

Im Ergebnis wird deutlich, dass ein fehlender Finanzplan und eine fehlende Anlagestrategie nachteilig sind.

Inflation- und Erwartungen in der Eurozone

In der Eurozone liegt die Inflation bei 1,3 Prozent. Die Kerninflationsrate liegt bei 1,0 Prozent. Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) ist damit deutlich unterschritten.

Auch die marktbasierten langfristigen Inflationserwartungen für fünf Jahre in fünf Jahren liegen mit 1,32 Prozent deutlich unter den Vorstellungen der Notenbank.

Eine nachhaltige Zinswende erscheint in diesem Umfeld unwahrscheinlich. Steigende Zinsen aufgrund von steigender Inflation würden dem Anleger auch nicht viel bringen, da immer der Realzins (Zins abzgl. Inflation) entscheidend ist. In diesem Zusammenhang könnten inflationsgebundene Anleihe eine prüfenswerte Ergänzung für das Depot sein.

Auch die Verstärkung fiskalpolitischer Maßnahmen spricht eher gegen eine Zinswende. Schließlich lassen sich steigende Schulden einfacher finanzieren, wenn die Zinsen niedrig ist.

Der globale Sparüberschuss, Digitalisierung und die Demographie wirken ebenfalls zinsdämpfend.

Was bedeutet das für Anleger?

Die finanzielle Repression bleibt uns auf absehbare Zeit erhalten. Eine Professionalisierung der finanziellen Entscheidungen und deren Umsetzung ist daher sinnvoll.